Quelle: Istock

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Dressierter Affe schlägt Top-Vermögensverwalter

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Laut der britischen Tageszeitung „Daily Mail”, hat ein Zirkusschimpanse namens Lusha ein Portfolio in Höhe von einer Million Rubel (umgerechnet rund 25.000 Euro) in einem Jahr verdreifacht. Damit schlug der Primat 94 Prozent der russischen Vermögensverwalter.

Lusha wählte Aktien aus einem zur Verfügung stehenden Portfolio von 30 börsennotierten Gesellschaften aus. Dazu wurden dem Affen 30 Würfel gegeben, die für die jeweiligen Unternehmen standen. 8 davon suchte der Affe einzeln heraus, wobei er insbesondere eine Schwäche für Minenaktien und Bankaktien zeigte. Allein letztere stiegen um 600 Prozent, nachdem die russische Regierung in der Finanzkrise unterstützend eingegriffen hatte.

„Jedermann ist geschockt. Man fragt sich, wofür die sogenannten Experten ihre Boni erhalten. Vielleicht sollten wir sie alle in den Zirkus schicken”, wird ein Fachjournalist eines russischen Finanzmagazins zitiert. Pavel Trunin, Experte für Geldpolitik vom „Wirtschafts-Institut in der Übergangsperiode“ IEPP in Moskau sagte: „Das zeigt, dass Finanzwissen keine große Rolle spielt, wenn es um die Prognose geht, wie der Markt sich entwickeln wird.”
Ähnliche Experimente mit Zootieren wie beispielsweise Papageien führen immer wieder zu erstaunlichen Ergebnissen. Der Affe hatte einfach Schwein, meinen indes die düpierten Vermögensverwalter. Ein russischer Broker wird zitiert mit den Worten: „Hätte das Experiment ein Jahr früher stattgefunden, wäre dem Affe nicht mehr genügend Geld geblieben, um seine Bananen zu kaufen.“

Affentrainerin Svetlana Maksimova würde ihr Geld allerdings nicht von Lusha verwalten lassen: „Geldfragen sollten von Finanzexperten und Politikern entschieden werden. Wenn die Affen dies übernehmen, bricht die Wirtschaft zusammen.“

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