Büros des Fahrdienstes Grab und von Konkurrent Uber in Singapur Foto: imago images / Xinhua

10 wichtige Punkte

DSW warnt vor Spacs

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zeigt sich wenig begeistert, dass die Zahl der Special Purpose Acquisition Companies, der Spacs, derzeit stark steigt. Sicherlich sei es ein Vorteil, dass Unternehmen über diese sogenannten Blankoscheck-Konstrukte schneller an die Börsen gehen könnten. Auch die Einstiegshürde sei mit 10 Dollar oder Euro je Anteil angenehm niedrig. Allerdings sollten Anleger auch wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie eine Spac kaufen.

„Mit großer Sorge beobachten wir die aktuelle Diskussion und den Vormarsch sogenannter Spacs“, sagt Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. „Die DSW warnt ausdrücklich vor mit dieser Anlageform verbundenen Risiken. Geld für ein Geschäft zu geben, das noch gar nicht vorhanden ist, ist mit enormen Unwägbarkeiten verbunden. Das gilt in Zeiten billigen Geldes natürlich besonders.“

Weshalb die DSW jetzt mit einem Risiko-Check um die Ecke biegt. Die darin genannten 10 Risiken zählen wir hier in Kurzform auf. In der kompletten Fassung, zusammen mit weiteren Informationen können Sie sie hier herunterladen.

Risiko 1:

Als leerer Börsenmantel enthält eine Spac in der Regel keine Vermögensgegenstände und auch kein laufendes operatives Geschäft.

Risiko 2:

Prüfen Sie im Wertpapierprospekt genau, ob Treuhandkonten bestehen und wie die Bedingungen aussehen.

Risiko 3:

Nehmen Sie den Geschäftshintergrund des Managements genau unter die Lupe. Hat es in der Vergangenheit schon entsprechende Erfolge mit Spacs und Erfahrungen in der Zielbranche? Wie sieht der Track Record insgesamt aus?

Risiko 4:

Vorsicht, wenn Promis für Spacs werben. Die werbende Person steht nicht für den wirtschaftlichen Erfolg der Spac ein.

Mehr zum Thema
Börsenphänomen SPACsRenditeparadies oder Tulpenfieber? Heiß gelaufener AktienmarktNischen bieten Schutz vor Vermögensblasen Möglicher Börsen-CrashWann platzt die IPO-Blase?