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Klage gegen Manager DWS fordert 600 Millionen Euro von Wirecard

Wirecard-Sitz in Aschheim bei München
Wirecard-Sitz in Aschheim bei München: DWS will gegen die „Verantwortlichen für die kriminellen Machenschaften“ vorgehen. | Foto: imago images / Sven Simon

Das Fondshaus DWS will im Insolvenzverfahren von Wirecard Ansprüche in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro anmelden. Das sagte Vorstandschef Asoka Wöhrmann in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (Paywall). In dieser Summe seien Ansprüche für alle aktiven und passiven Fonds weltweit inklusive Zinsen und Zinseszinsen zurück bis ins Jahr 2014 enthalten, so Wöhrmann.

In den Deutschland-Fonds der Gesellschaft hatte Wirecard noch Ende des vergangenen Jahres Spitzenpositionen inne. Zeitweise war DWS größter Einzelaktionär. Bereits im Sommer hatte das Fondshaus angekündigt, rechtliche Schritte zu prüfen. Dazu sagte Wöhrmann im FAZ-Interview: „Kommende Woche werden wir gegen Markus Braun, Jan Marsalek und weitere Verantwortliche Strafanzeige erstatten und zivilrechtliche Ansprüche geltend machen.“ Das Fondshaus werde mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Verantwortlichen für die kriminellen Machenschaften vorgehen. „Das sind wir unseren Kunden schuldig“, so Wöhrmann weiter.

Fondsmanager muss keine Konsequenzen fürchten

Rückendeckung gab es dagegen für den verantwortlichen DWS-Fondsmanager Tim Albrecht: „Ein aktiver Fondsmanager darf auch mal falschliegen, wenn er begründet agiert hat und wenn er aus seinen Fehlern lernt“, sagte der DWS-Vorstandschef im Interview. Laut dem „Handelsblatt“ hat Albrecht bereits freiwillig auf seinen Bonus verzichtet.

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