Christian Reiter

Christian Reiter

DWS Rendite Optima: Sicher eingeparkt

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Geldmarktfonds sind zwar keine großartigen Renditebringer, haben dafür aber vor allem einen Vorzug: Dass das ihnen überlassene Kapital sicher angelegt ist. Gezweifelt hatte daran bis zum Ausbruch der Finanzkrise kaum jemand. Doch dann kamen die Fonds Ende 2007 immer mehr ins Gerede, weil die sowieso schon mageren Renditen noch magerer wurden. Der Grund: Viele Fondsmanager hatten in forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities) investiert, um dem Portfolio mehr Pepp zu geben. Nur gehörten diese Titel genau zu denjenigen, die besonders in den Keller gingen, als die Blase am amerikanischen Hypothekenmarkt platzte. Christian Reiter, Manager des geldmarktnahen Fonds Rendite Optima der Fondsgesellschaft DWS, ist froh, eine andere Strategie gefahren zu haben als viele seiner Kollegen: „Unser Fokus liegt ganz klar nicht auf dem Einsatz von ABS-Papieren, um eine Überrendite zu erzielen.“ Derzeit liegt die ABS-Quote im Fonds bei deutlich unter 1 Prozent. „Während der Krise war sie auch nicht viel höher, das hätte man sonst auch an der Performance gesehen“, so Reiter. 2007 schaffte der Rendite Optima trotz Finanzkrisen-Trubels am Jahresende ein Plus von 3,2 Prozent. 2008 lief es besser: Plus 4,06 Prozent ist Reiters’ Bilanz für das vergangene Jahr. Seine Benchmark, der Interbankensatz LIBID für Dreimonats-Euro-Anlagen, machte im gleichen Zeitraum ein Plus von 4,8 Prozent. Seit Jahresanfang legte Reiters’ Fonds mit plus 0,8 Prozent leicht zu (LIBID: 0,9 Prozent). Der Fonds, der schon seit 13 Jahren am Markt ist, investiert vor allem in variabel verzinste Anleihen, Wandelanleihen und andere festverzinsliche Papiere, vornehmlich von Emittenten aus Staaten des OECD-Raums wie Dänemark, Deutschland, Polen, Ungarn, Österreich sowie Australien, Mexiko und den Vereinigten Staaten. Derzeit ist das Fondsvermögen auf rund 85 Titel verteilt, dabei machen Anleihen mit rund 67 Prozent den Löwenanteil des Portfolios aus. Der Rest des 1,66 Milliarden Euro fassenden Fondsvermögens liegt bis auf einen winzigen Cash-Anteil (0,2 Prozent) in Termingeldern. Bei den Anleihen setzt Christian Reiter, der den Fonds seit 2005 managt, weit überwiegend auf Titel von Emittenten, die ein recht geringes Ausfallrisiko aufweisen und gute Bonitätsnoten bei der Rating-Agentur Standard & Poor’s haben (AA und A). Einen großen Anteil am Fondsvermögen machen Finanztitel aus. „Inzwischen ist durch die ganzen Staatgarantien ziemlich sicher, dass keine große Bank mehr Pleite gehen wird“, sagt Reiter. Um das Risiko trotzdem abzufedern setzt der DWS-Mann momentan auf sehr kurz laufende Titel. So sehen die Fondsanlagekriterien zwar Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten vor, die durchschnittliche Duration des Portfolios liegt derzeit aber bei drei Monaten, so kann Reiter vergleichsweise schnell auf Marktänderungen reagieren.   Zudem ist der Fonds mit einer Anteilswertgarantie ausgestattet. Die Fondsgesellschaft sichert dem Anleger also zu, dass seine Fondsanteile zum Stichtag am 30. Dezember 2009, einen Wert von mindestens 72,31 Euro haben werden. Derzeit steht der Fonds bei 72,71 Euro (Stand: 19.06.),  Das Tief lag in diesem Jahr bei 70,50 Euro. Wer sein Geld kurzfristig parken will, ist mit dem DWS Rendite Optima also auf der sicheren Seite. Fondsmanager: Christian Reiter
Auflage: September 1996
WKN: 986329
Volumen: 1,66 Milliarden Euro
Anlageklasse: Geldmarktfonds
Rolle in der Asset Allocation: Der Fonds eignet sich, um Geld kurzfristig zu parken. Die Anlage ist recht sicher, weil über verschiedene Emittenten und Laufzeiten gestreut wird und die Fondsgesellschaft eine Anteilswertgarantie ausspricht. So sehen Berater den DWS Rendite Optima Susanne Kazemieh, Geschäftsführerin der Frauen Finanz Gruppe, Hamburg: „Der Fonds ist eine attraktive Termingeld-Alternative für den eher sicherheitsorientierten Investor mit kurzfristigem Anlagehorizont von bis zu zwölf Monaten.“ Artur Wunderle, Der Finanzberater – Artur Wunderle Vermögensbetreuungs GmbH, Starnberg: „Der Fonds ist vor allem für sicherheitsorientierte Anleger geeignet, die flexibel bleiben wollen. Denn durch die hohe Zahl an Emittenten, 85 sind es derzeit, wird das Ausfallrisiko breit gestreut. Das ist ein großer Vorteil des Fonds etwa gegenüber dem Festgeld, bei dem sich der Investor an ein einziges Haus bindet.“