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E-Sport, Nachhaltigkeit, Kryptowährungen Das sind die 3 Zukunftstrends bei passiven Fonds 2019

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ETFs als ideale Investmentvehikel

Um langfristig zu investieren, eignen sich insbesondere börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Bei ihnen gilt die alte Kaufmannsregel, dass der Gewinn im Einkauf liegt. ETFs bilden die Entwicklung der Märkte – abzüglich Gebühren – ab. Die passiv gemanagten Fonds sind deutlich kostengünstiger als ihre aktiv gemanagten Pendants. Zwar ist der Ansatz des aktiven Fondsmanagements in der Theorie schlüssig: Investoren versuchen eine Mehrrendite gegenüber dem Markt zu erzielen, indem sie die Assetallokation dynamisch anpassen. Allein in der Praxis gibt es nur sehr wenige aktive Manager, die langfristig ihre erzielte Outperformance mit den Mehrkosten rechtfertigen können.

Warren Buffetts legendäre Wette

Grundsätzlich kann man sagen, dass es in effizienteren Märkten, etwa am US-Aktienmarkt, kaum Fondsmanager gibt, die den S&P 500 nachhaltig schlagen. Dies gilt auch für andere Leitindizes wie den Dax oder den Euro Stoxx 50. Ein illustres Beispiel dafür ist die Wette von Warren Buffett. Die amerikanische Investmentlegende setzte im Jahr 2007 eine Million US-Dollar darauf, dass ein Indexfonds einen Korb an Hedge-Fonds über zehn Jahre outperformen würde. Buffett gewann die Wette und spendete den Wettgewinn einer lokalen Stiftung. Interessanter Randaspekt: Der Indexfonds gewann jedes Jahr im Schnitt 7,1 Prozent an Wert, während es der Fondskorb auf ein jährliches Plus von 2,2 Prozent brachte.

Portfolio sinnvoll diversifizieren

Natürlich gibt es keine Garantien, dass Anleger mit Indexfonds Jahr für Jahr Gewinne erwirtschaften. Nach der Hausse der vergangenen Jahre hat das Jahr 2018 bisher gezeigt, dass Aktien kurz- und mittelfristig Risiken ausgesetzt sind, welche zu Preisrückgängen führen können. Das Ende der ultralockeren Geldpolitik, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie eine mögliche Verlangsamung des globalen Wachstums sind für Investoren große Herausforderungen.

Dennoch bleibt es dabei: In etablierten, effizienten Märkten wie in den USA und Europa ist es schwierig, Outperformance zu erzielen. Entsprechend schwer ist es für aktive Fondsmanager, den Markt zu schlagen. Um das Gesamtrisiko eines Portfolios zu senken, können Anleger ihr Portfolio mit Assets beimischen, die als „sicherer Hafen“ gelten – dabei waren Gold, deutsche und schweizerische Staatsanleihen in der Vergangenheit die nennenswertesten Beispiele.

Im Segment der Indexfonds können Smart Beta Strategien Risiken reduzieren und das Depot diversifizieren. Diese ETFs verwenden alternative Gewichtungsregeln und Filter für Komponenten wie zum Beispiel hohe Dividenden, Value oder Volatilität.

Renditetreiber im neuen Jahr

Fazit: Trends wie E-Sport, Kryptowährungen oder ESG können durchaus im kommenden Jahr und darüber hinaus als Renditetreiber dienen. Ansonsten gilt: Wer langfristig investiert und dabei passive und kostengünstige Investmentvehikel nutzt, hat gute Chancen, an der Börse erfolgreich zu sein.

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