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in FondsLesedauer: 4 Minuten

Ebase-Chef Rudolf Geyer zum Fondsberater-Markt im Januar 2016 „Es gibt weiterhin viele Mischfonds mit deutlichen Zuflüssen“

Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank Ebase
Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank Ebase
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Mehr als 50.000 Fondsvermittler nutzen mittlerweile die B2B-Direktbank Ebase für die Investmentdepotführung ihrer insgesamt über eine Million Kunden. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.

Im folgenden Gespräch zeigt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank Ebase, die wichtigsten Trends auf.

Herr Geyer, die Aktienmärkte starteten mit teilweise herben Verlusten ins neue Jahr. Der Dax legte den schwächsten Börsenstart seiner Geschichte hin. Wie haben Deutschlands Fondsberater darauf reagiert? Und in welchem Maße haben sich die Fondsberater von Aktienfonds getrennt?
 
Rudolf Geyer: Das Ebase-Fondsbarometer zeigt hinsichtlich der Handelsaktivitäten, dass sich unsere angeschlossenen Fondsberater im Januar zurückgehalten haben, zumindest bei den aktiv gemanagten Fonds. Dort sind die Fondsumsätze gegenüber dem Durchschnitt des Jahres 2015 spürbar zurückgegangen. Bei näherer Betrachtung der einzelnen Anlageklassen wird aber deutlich, dass etwa bei Aktienfonds Deutschland und Aktienfonds USA die Fondsumsätze überdurchschnittlich hoch waren, während sie bei weltweit anlegenden Aktienfonds, jenen für asiatische Investments und auch bei Renten- und Mischfonds insgesamt im Januar deutlich gesunken sind.



Anhand der Kaufquotienten lässt sich wiederum feststellen, dass sowohl Aktienfonds als auch Renten- und Mischfonds im Januar überwiegend verkauft wurden – und zwar über alle Anlageschwerpunkte hinweg. Aktienfonds insgesamt weisen einen Kaufquotienten von 0,77 auf, was bedeutet, dass mehr Anteile verkauft als gekauft wurden. Innerhalb dieses Bereichs weisen Asien-Fonds mit einem Kaufquotienten von 0,53 prozentual die stärksten Verkäufe auf. Übermäßige Verkäufe gab es zudem bei weltweit anlegenden Fonds.

Im Januar lagen die Mittelabflüsse aus Mischfonds deutlich über den Mittelzuflüssen: Der Kaufquotient, der die Mittelzuflüsse zu den Mittelabflüssen ins Verhältnis setzt, liegt bei 0,86. So niedrig war dieser Wert in keinem der Monate 2015. Überhaupt wurden Mischfonds im vergangenen Jahr nur in einem einzigen Monat (April) stärker verkauft als gekauft. Worauf führen Sie das spürbar nachlassende Interesse an dieser Fondskategorie zurück? In welche Kategorien schichten die Berater die aus den Mischfondsverkäufen frei gewordenen Mittel um?
 
Richtig ist, dass die Handelsaktivitäten bei Mischfonds im Januar spürbar zurückgegangen sind, und dass die Verkäufe überwogen. Jedoch würde ich nach einem Monat noch nicht von einem nachlassenden Interesse an der ganzen Fondskategorie sprechen. Es gibt weiterhin eine ganze Reihe von einzelnen Mischfonds mit deutlichen Zuflüssen. Wohin die angeschlossenen Fondsberater umgeschichtet haben, darüber gibt das Fondsbarometer keinen Hinweis. Da die Handelsaktivitäten im Januar insgesamt geringer waren, könnte man vermuten, dass ein Teil der freigewordenen Mittel als Cash gehalten wird.

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