Ebase-Chef zum Fondsberater-Markt „Das Interesse an Investmentfonds ist ungebrochen“

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Gibt es Unterschiede in den Nachfragetrends zwischen aktiv gemanagten Fonds und ETFs?

Ebenso wie bei den aktiv gemanagten Fonds ist die Handelshäufigkeit auch bei ETFs zurückgegangen. Im April lag diese um 12 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Vorjahres. Ungeachtet dessen waren die Nettomittelzuflüsse in ETFs jedoch auch im April erneut deutlich positiv (Fundflow-Faktor 2,03).

An welchen aktiv gemanagten Fonds waren die Kunden im April besonders interessiert?

Im April wurden drei Mischfonds und jeweils ein Aktien- und ein Immobilienfonds am häufigsten gehandelt. Die Mischfonds versuchen grundsätzlich, an der Entwicklung der Aktienmärkte zu partizipieren, wobei die Anlagen über mehrere unterschiedliche Anlageklassen gestreut werden. So sollen die Kursverlustrisiken im Vergleich zu reinen Aktienfonds reduziert werden.

Einer der Mischfonds legt überwiegend in internationale Pfandbriefe sowie Staats- und Unternehmensanleihen mit sehr guter Bonität an. Zudem wird im Fonds eine Aktienquote von bis zu 30 Prozent angestrebt. Bei der Titelauswahl liegt der Fokus auf Unternehmen, die von zukunftsrelevanten Wachstumstrends profitieren.

Der zweite Mischfonds verfolgt einen Absolute-Return-Ansatz. Dabei wird versucht, marktphasenunabhängig eine positive Wertentwicklung zu erzielen. Dafür kann das Fondsmanagement in zahlreiche unterschiedliche Assetklassen, inklusive Edelmetalle, investieren.

Beim dritten Mischfonds konzentriert sich das Fondsmanagement auf Euro-Anleihen mit guter Bonität, also einem Investment-Grade-Rating, das ein geringes Ausfallrisiko bescheinigt. Daneben können Anleihen – aus Schwellenländern, oder solche die nicht auf Euro lauten bzw. nicht gegen Euro abgesichert sind – mit jeweils bis zu 10 Prozent im Fonds gewichtet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, zwischen 20 und 40 Prozent des Vermögens am europäischen Aktienmarkt zu investieren. Ziel des Fonds ist es, einen möglichst hohen laufenden Ertrag und darüber hinaus eine angemessene jährliche Ausschüttung zu erzielen. Um dies zu erreichen, investiert der Fonds hauptsächlich in Staats- und Unternehmensanleihen, die in Euro notieren. Die Anleihen müssen überwiegend eine Bonitätseinstufung von mindestens „Investment Grade“ haben.

Der offene Immobilienfonds schließlich investiert in Realwerte in Form von gewerblichen Immobilien mit ausgewogener Nutzungs- und Mieterstruktur. Möglich ist zum einen, dass die Anleger den Immobilienfonds als Ergänzung zu Aktien- und Renteninvestments nutzen, da so die Diversifikation der Portfolios verbessert werden könnte. Zum anderen könnte es auch sein, dass die Anleger ganz allgemein in Immobilien investieren wollen, anders als bei einem direkten Kauf einer Immobilie aber nur kleinere Summen anlegen wollen oder können.

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