LinkedIn DAS INVESTMENT
Suche
in FondsvertriebLesedauer: 6 Minuten

Ebase-Chef zum Fondsberater-Markt im Dezember 2016 „Auch für 2017 bleibt die Unsicherheit an den Märkten erhalten“

Seite 2 / 2

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Externe Inhalte anpassen

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt, der unseren Artikel ergänzt. Sie können sich die externen Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen. Die eingebundene externe Seite setzt, wenn Sie den Inhalt einblenden, selbstständig Cookies, worauf wir keinen Einfluss haben.

Externen Inhalt einmal anzeigen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt und Cookies von diesen Drittplattformen gesetzt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

4. Wie lautet Ihr Fazit in Sachen Fondsvertrieb für das Jahr 2016? Welche Fondskategorien waren der Bestseller, bei welchen hielten sich die Berater weitgehend zurück?

Rückblickend betrachtet waren 2016 seitens der mit ebase kooperierenden Fondsberater erneut ETFs die am meisten gesuchten Produkte. Das ETF-Segment weist die mit Abstand höchsten Handelsaktivitäten und die größten Kaufquotienten auf. Hinsichtlich der aktiv gemanagten Fondsprodukte sind sicherlich die Multi-Asset-Fonds und aufgrund des starken Jahresendgeschäfts USA-Investments zu nennen. Zudem lässt sich sagen, dass 2016 aufgrund der sehr niedrigen Renditen weiterhin Geldmarkt- und geldmarktnahe Fonds relativ wenig gefragt waren.

5. Wo sehen Sie die Fondstrends für 2017?

Auch für 2017 müssen Anleger davon ausgehen, dass die Unsicherheit an den Märkten erhalten bleibt. An den Anleihemärkten stehen die Zeichen auf Zinsanstieg, somit könnten Bondkurse unter Druck geraten. An den Aktienmärkten steigen die Kurse, trotz hoher Schwankungen, seit mittlerweile neun Jahren, hier wächst das Risiko einer Korrektur. Dazu kommen die zahlreichen anstehenden politischen Entscheidungen, wie die Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Es wird von daher wichtig bleiben, die Investments breit zu streuen und auch das Anlagerisiko im Auge zu behalten. Das dürfte die Nachfrage nach Multi-Asset-Fonds, die sowohl in Aktien als auch in Anleihen investieren, hoch halten. Des Weiteren dürften ETFs gefragt bleiben, mit denen Anleger sehr flexibel und kostengünstig ganze Marktsegmente abdecken und schnell auf Änderungen reagieren können.

6. Defensive Mischfonds hatten aufgrund der Niedrigzinsen auf der einen und ihres hohen Rentenanteils auf der anderen Seite Schwierigkeiten, Anlegern ansehnliche Renditen zu bieten. Trotzdem zählten Multi-Asset-Fonds 2016 zu den beliebtesten Fondskategorien. Nun gehen einige Vermögensverwalter und Vertriebsexperten davon aus, dass dieser Trend kurz vor seinem Ende steht und demnächst durch einen Run auf andere Produkte wie zum Beispiel Long-Short-Fonds abgelöst wird. Wie sehen Sie das?

Die „rentenlastigen“ Mischfonds sind so erfolgreich, weil sie einfach zu verstehen und vielen Anlegern seit langem bekannt sind. Daher sind auch viele Privatanleger bereit, in sie zu investiert. Dagegen haben Long-Short-Fonds sicherlich ihren Reiz, verfolgen aber in der Regel komplexere Strategien. Meiner Einschätzung nach dürften sie sich vor allem an professionelle Anleger richten.

Allerdings bietet die unsichere Lage an den Kapitalmärkten eine Chance für Multi-Asset-Fonds, die es ihren Anlegern ermöglichen, an den Chancen der Aktienmärkte teilzuhaben und zugleich durch intelligente Anlagekonzepte einen gewissen Schutz in schwachen Börsenphasen zu genießen. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass Mischfonds, die ihr Leistungsvermögen bereits unter Beweis gestellt haben, auch 2017 bei Anlegern und ihren Fondsberatern gefragt sein werden.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

Danke für Ihre Bewertung
Leser bewerteten diesen Artikel durchschnittlich mit 0 Sternen
PDF nur für Sie. Weitergabe? Fragen Sie uns.
Tipps der Redaktion