Ebase-Umfrage Nachhaltige Anlagen immer beliebter

Orang-Utan mit Nachwuchs im Pariser Zoo: Das Anlegerinteresse an nachhaltigen Anlagen nimmt zu | © Getty Images

Orang-Utan mit Nachwuchs im Pariser Zoo: Das Anlegerinteresse an nachhaltigen Anlagen nimmt zu Foto: Getty Images

Verantwortungsvolle Kapitalanlagen gewinnen an Bedeutung: Rund 40 Prozent der Deutschen erwarten eine wachsende Bedeutung nachhaltiger Anlagen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Direktbank Ebase hervor. Besonders hoch sei die Relevanz bei jüngeren sowie vermögenderen Menschen.

Für die Mehrheit ist Nachhaltigkeit entscheidend

Mehr als 55 Prozent der Deutschen stufen laut Ebase nachhaltige Kriterien als entscheidend für die Anlage ein. „Knapp 40 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass das Thema nachhaltige Kapitalanlage in den nächsten 12 Monaten weiter an Bedeutung gewinnen wird, nur deutlich weniger als ein Zehntel geht davon aus, dass die Bedeutung eher zurückgeht“, sagt Ebase-Geschäftsführer Rudolf Geyer.

Dass sich nachhaltige Anlagen auf dem Vormarsch befinden, sei ein bundesweiter Trend. „Wie die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, gibt es kein Bundesland, in dem erwartet wird, dass die Bedeutung nachhaltiger Anlagen sinkt“, so Geyer. Dabei rechnen insbesondere Personen unter 40 Jahren sowie solche mit hohen Einkommen mit einer zunehmenden Relevanz des Themas.

Geyer weiter: „Dass das Thema nicht nur abstrakt an Bedeutung gewinnt, sondern auch tatsächlich ein immer wichtigerer Faktor bei den Anlageentscheidungen wird, zeigt sich daran, dass mehr als 50% der Deutschen entsprechende Kriterien bei zukünftigen Anlagen berücksichtigen wollen.“ Knapp 15 Prozent wollen laut Studie sogar  nur noch in solche Anlagen investieren.

Weniger als 45 Prozent geben an, dass das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage nicht entscheidend sei: „Damit hat Nachhaltigkeit eindeutig schon heute einen wichtigen Stellenwert in der Kapitalanlage der Deutschen und tritt als weitere Dimension neben Rendite, Risiko und Liquidität“, sagt Geyer.

Auch bei den ebase-Kunden sind nachhaltig anlegende Fonds sehr gefragt. Im vergangenen Jahr haben die ebase-Kunden ihre Bestände in nachhaltig investierende Fonds deutlich ausgebaut. Dabei haben die Mittelzuflüsse die Mittelabflüsse in fast allen Monaten übertroffen (Grafik 1).

Grafik 1: Fundflow-Faktor von Fonds, die mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium berücksichtigen.

Erläuterung: Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse werden über den Fundflow-Faktor ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Fundflow-Faktor über eins überwiegen die Mittelzuflüsse.

 

Quelle: Ebase

Um den Nachhaltigkeitsanforderungen der Kunden Rechnung zu tragen, bietet Ebase Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien, wie beispielsweise „frei von Atomenergie“ oder „frei von Gentechnik“, zu berücksichtigen.

Damit könne bereits heute der von der EU-Kommission für die Zukunft aufgestellten Forderung einer Berücksichtigung der Nachhaltigkeitspräferenzen bei der Anlageentscheidung Rechnung getragen werden, so Geyer. Dafür stehe bei der Fondssuche ein spezieller Filter zur Verfügung.