Ein Roboter bei der

Echtgeldtest

Die besten und schlechtesten Robo-Advisors auf Jahressicht

Von den 14 Robo-Advisors, die das Onlineportal Brokervergleich.de getestet hat, liegen auf Jahressicht lediglich sechs im Plus. So brachten Fintego und Weltsparen Anlegern 2,2 beziehungsweise 2 Prozent Rendite, Visualvest und Solidvest kamen auf 1,2 beziehungsweise 1,1 Prozent. Auch Easyfolio und Growney liegen mit 0,4 und 0,3 Prozent noch leicht im Plus (siehe Grafik).

Am schlechtesten schneidet Comdirect ab: Der Online-Vermögensverwalter der Commerzbank rutscht auf Jahressicht um 5,1 Prozent ins Minus.

Die Prüfer haben zudem die Testportfolios mit zwei Vergleichsmaßstäben ins Verhältnis gesetzt. Einerseits haben sie den Aktienindex MSCI World mit dem Anleiheindex Barclays Aggregate 50:50 gekreuzt. Andererseits haben sie eine Strategie des Vermögensberaters und ETF-Freundes Gerd Kommer herangezogen. Die besteht aus einem Weltportfolio, das 56 Prozent Aktien, 30 Prozent Anleihen und jeweils 7 Prozent Immobilien und Rohstoffe enthält.

Das Ergebnis: Während 12 der 14 getesteten Online-Vermögensverwaltungen über dem Kommer-Portfolio liegen (-2,5 Prozent), kommt keine einzige an die Performance des 50:50 Aktien-Anleihen-Portfolios heran, das seit Juni 2018 um 4 Prozent zulegte.

Allerdings ist ein Jahr allein für eine langfristige Geldanlage noch nicht aussagefähig. Wie sieht also die Wertentwicklung der Robo-Advisors über vier Jahre aus? Hierzu liefert Brokervergleich.de lediglich Ergebnisse für vier Anbieter, die von Anfang an dabei waren. Hier führt Fintego mit 6,4 Prozent, gefolgt von Quirion (4,7 Prozent) und Easyfolio (4 Prozent). Der Robo-Advisor der Sutor-Bank landet mit 2,3 Prozent auf dem letzten Platz.

Und wie sieht es mit den beiden Vergleichsportfolios aus? Diese liegen mit 14,2 Prozent (50:50 Aktien-Anleihen-Kombination) beziehungsweise 7,1 Prozent (Kommer-Portfolio) auf Vier-Jahressicht deutlich über den Robo-Advisorn.

Mehr zu den getesteten Portfolios, inklusive deren Aktienquoten finden Sie hier.

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