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Goldschmelze: Dank des Trrends zur Digitalisierung nimmt Nachfrage im Tech-Sektor zu | © Getty Images

Edelmetall-Experte Dominik Lochmann Wie die Digitalisierung den Goldbedarf antreibt

Der Edelmetallbedarf steigt durch die zunehmende Digitalisierung. Doch welche Metalle profitieren besonders von dieser Entwicklung?
Gold in der Technologiebranche gehört auf ejden Fall dazu. In den letzten 30 Jahren hat sich der Goldmarkt stark verändert. Denn während das Edelmetall bisher vor allem in der Schmuckbranche und zu Investitionszwecken gefragt war, spielte es in der Technologiebranche bisher nur eine kleine Rolle.

In einem Bericht des World Gold Councils wird jedoch für die kommenden 30 Jahre eine steigende Goldnachfrage – vor allem im Technologiesektor – prognostiziert. Denn immer mehr Menschen erhalten den Zugang und die finanziellen Mittel, neueste Technologien wie beispielsweise Smartphone-gesteuerte Haushaltsgeräte zu nutzen. Damit einhergehend wächst die Nachfrage an entsprechenden Produkten, was wiederum Unternehmen in der Zulieferer- und Recyclingindustrie neue Chancen eröffnet. Aufgrund seiner speziellen Eigenschaften nimmt Gold bei der Herstellung innovativer Produkte eine zentrale Rolle ein.

In der Elektronikindustrie kommt das Edelmetall in Leiterplatten und Chips zwar pro Gerät nur in kleinsten Mengen vor, gilt jedoch als essenzieller Bestandteil für hochwertige Produkte, zum Beispiel für spezielle Sensoren und Prozessoren, die bei elektrischen und selbstfahrenden Autos zum Einsatz kommen. Aber auch andere zukunftsträchtige Branchen verwenden Gold. So gibt es einen Trend zu flexibler Elektronik wie beispielsweise tragbare Solarzellen.

Hier eignet sich das Edelmetall als dünner Film aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und seiner Flexibilität besonders gut. Immer mehr Anwendung findet Gold ebenfalls in Form sogenannter Nanopartikel, zum Beispiel bei der Produktion und Effizienzsteigerung von Brennstoffzellen. Bei den sich ständig erweiternden Anwendungsfeldern für Gold ist davon auszugehen, dass die Nachfrage weiterhin steigen wird.

Silber und Kupfer in erneuerbaren Energien

Windkraft- und Fotovoltaikanlagen stellen wichtige Säulen der Energiewende dar, die in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen werden. Zur Herstellung entsprechender Anlagen benötigt die Industrie neben anderen Primärrohstoffen eine steigende Menge an Silber sowie Kupfer. Eine Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) prognostiziert beispielsweise den globalen Kupferbedarf für neu gebaute Windkraftanlagen von 103.000 Tonnen im Jahr 2013 auf 244.000 Tonnen im Jahr 2035.

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