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Edelmetalle Gold und Platin: Dahin geht der Trend

Der Goldpreis im Vergleich zum Platinpreis
Der Goldpreis im Vergleich zum Platinpreis: Die Edelmetalle haben unterschiedliche Aussichten für das zweite Halbjahr 2024 | Foto: Imago Images / Westlight

Das erste Halbjahr 2024 war für den Edelmetallmarkt von beachtlicher Dynamik geprägt. Gold verzeichnete eine beeindruckende Performance mit einem Anstieg von 12 Prozent, der Kurs liegt aktuell bei rund 2.400 US-Dollar (etwa 2.200 Euro). Platin dagegen zeigte ein differenzierteres Bild. Seit Jahresbeginn war das Edelmetall mit einigen Ausreißern in einer Seitwärtsphase. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, wie sich die Märkte in der zweiten Jahreshälfte verhalten werden.

Goldrally mit Hindernissen

Für Gold bleibt der Ausblick trotz potenzieller kurzfristiger Risiken mittel- bis langfristig positiv. Die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken, geopolitische Unsicherheiten und das makroökonomische Umfeld werden voraussichtlich weiterhin als treibende Faktoren wirken. Markus Blaschzok, Chefanalyst der Solit-Gruppe, kommentiert: „Die rekordverdächtige Rally des Goldpreises dürfte sich bis Ende 2024 fortsetzen, wobei globale geopolitische Bedenken und das makroökonomische Umfeld weitere Preissteigerungen unterstützen könnten.“

 

Allerdings gibt es auch Risikofaktoren zu beachten. Die aktuell stark spekulative Long-Position am US-Terminmarkt birgt das Potenzial für eine Korrektur, sollte die physische Investmentnachfrage nachlassen. Zudem könnten ein möglicher Rückgang der Zentralbankkäufe und potenzielle Gewinnmitnahmen asiatischer Investoren den Goldpreis unter Druck setzen.

Platinpreis: Volatilität als mögliche Kaufchance

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Für Platin zeichnet sich ein komplexeres Bild ab. Kurzfristig überwiegen die Risiken, hauptsächlich aufgrund der drohenden Rezession und eines bereits überkauften Terminmarkts. Blaschzok warnt: „Eine mögliche Rezession oder eine politische Krise bleiben Risikofaktoren, die den Platinpreis kurzfristig noch einmal bis auf 500 US-Dollar drücken könnten.“ Aktuell befindet sich der Kurs bei circa 1.000 US-Dollar (circa 920 Euro).

Mittelfristig wird für Platin eine trendlose Phase erwartet, mit einer möglichen Handelsspanne zwischen 880 und 1.000 US-Dollar je Feinunze. Langfristig sehen Experten jedoch Potenzial, wobei Rücksetzer in den Bereich zwischen 800 und 500 US-Dollar als Kaufchancen betrachtet werden könnten. Ein entscheidender Faktor für beide Edelmetalle wird die Reaktion der Zentralbanken auf die erwartete Rezession sein. Neue quantitative Lockerungsprogramme könnten erhebliche Chancen für Edelmetall-Bullen bieten und zu einem nachhaltigen Preisanstieg führen.

 

Interessantes zweites Halbjahr zu erwarten

Für Anleger bedeutet dies, dass sie sowohl die Chancen als auch die Risiken sorgfältig abwägen müssen. Gold gilt bei vielen Anlegern als wichtiger Bestandteil diversifizierter Portfolios, insbesondere als Schutz gegen Inflation und Währungsabwertung. Bei Platin ist eine differenziertere Strategie gefragt, die kurzfristige Risiken gegen langfristiges Potenzial abwägt, meint Blaschzok.

Insgesamt verspricht das zweite Halbjahr 2024 für den Edelmetallmarkt spannend zu werden, mit Möglichkeiten für strategische Anleger, von den Marktbewegungen zu profitieren.

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