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Edelmetalle

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Gold Der neben Öl am häufigsten in Nachrichtensendungen erwähnte Rohstoffpreis ist sicher der Goldpreis. Seit Jahrtausenden stellt Gold das meistgenutzte Wertaufbewahrungsmittel dar. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten waren etliche Währungen goldgedeckt und leiteten daher ihren Wert aus dem Wert des Edelmetalls ab. Auch heute werden von den Notenbanken weltweit große Mengen Gold gehalten. Insbesondere die exportstarken Nationen in Asien haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Bestände deutlich ausbauen können. Industrielle Anwendungen für Gold finden sich in erster Linie in der Schmuckund Elektronikindustrie. Der COMEX Division Gold Future handelt in Einheiten von 100 Feinunzen, wobei der Preis in US-Dollar je Feinunze notiert. Der Preis der Feinunze Gold erfuhr in den vergangenen Jahren einen deutlichen Kursanstieg. Die Forwardkurve zeigt den typischen steigenden Verlauf.  Silber Mit weitem Abstand zu Gold stellt Silber das zweitwichtigste Edelmetall dar. Die wichtigste Währung der Welt, der US-Dollar, war von 1792 bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts offiziell an den Silberpreis gebunden, was darauf hinweist, dass auch bei Silber die Wertaufbewahrungsfunktion eine bedeutende Rolle spielt. Das Edelmetall, das einen besonders niedrigen elektrischen Widerstand und eine gute thermische Leitfähigkeit aufweist, wird vor allem in der Elektronikund Schmuckindustrie eingesetzt. Darüber hinaus spielt Silber im Bereich der Photochemie eine wichtige Rolle. Der COMEX Division Silver Future notiert in US-Cent pro Feinunze und bezieht sich jeweils auf 5.000 Feinunzen.  Platin Das spanische Wort „Platina“ bedeutet wörtlich übersetzt „Silberchen“. Im 16. Jahrhundert hielten Goldsucher in Kolumbien die grauweißen Körnchen aus dem Kies des Rio Pinto für Silber. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts erkannte man, dass es sich um ein eigenständiges Element handelt. Ein Jahrhundert später ordnete der schwedische Forscher Theophil Scheffer Platin den Edelmetallen zu, da es sich nur in Königswasser, einem Gemisch aus konzentrierter Salpeter- und Salzsäure, auflöst. Platin ist ein schmiedbares und weiches Metall, das wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und seiner katalytischen Eigenschaften in vielen Bereichen zum Einsatz kommt. Verwendet wird es zur Herstellung von Schmuck, von medizinischen Geräten und in der Elektroindustrie. Große Bedeutung hat das silbrig schimmernde Metall auch als Katalysator bei der Reinigung von Autoabgasen. Platin-Futures, die am London Platinum and Palladium Market gehandelt werden, notieren in US-Dollar pro Feinunze und beziehen sich jeweils auf
500 bis 1.000 Feinunzen. Palladium Palladium ist ein silberweiß glänzendes Metall, das etwas härter als Platin ist, sich aber sehr gut schmieden und wie Gold zu dünnen Folien auswalzen lässt. Wegen seines niedrigen Schmelzpunktes und seiner Reaktionsfreudigkeit kann Palladium sehr große Mengen Wasserstoff absorbieren. Die dabei entstehenden Metallhydride eignen sich in besonderem Maße zur Herstellung von Wasserstoffspeichern. Palladium ist in fein verteilter Form, z.B. auf Aktivkohle oder Kieselsäure, ein wichtiger Katalysator für chemische Reaktionen. Weißgold ist eine Gold-Palladium-Legierung mit einem Goldanteil von ca. 60 bis 80%. Die Legierung wird gerne in Ringen und Schmuckstücken verwendet. Palladium dient in Brennstoffzellen als Elektrodenmaterial und in Wasserstoffautos als Speichermaterial für Wasserstoff. In Abgaskatalysatoren kommt es zunehmend als Ersatz für das teurere Platin zum Einsatz. Palladium-Futures, die am London Platinum and Palladium Market gehandelt werden, notieren in US-Dollar pro Feinunze und beziehen sich jeweils auf 500 bis 1.000 Feinunzen. >> Industriemetalle 
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