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Edmond de Rothschild AM zu Schwellenländern Lange Liste von Risiken trübt Aussichten

Argentinische Gauchos beim Traditionsfestival in San Antonio de Areco: So labil wie der Sitz der Reiter ist auch die argentinische Wirtschaft
Argentinische Gauchos beim Traditionsfestival in San Antonio de Areco: So labil wie der Sitz der Reiter ist auch die argentinische Wirtschaft | Foto: Getty Images

Die Marktperformance in diesem Sommer war eher durchwachsen, wurde aber trotzdem weiterhin vom andauernden Anstieg des US-amerikanischen Leitmarkts getragen. Die Ergebnisse von US-Unternehmen waren besonders gut, auch wenn sich der Aufwärtstrend des Marktes stark auf wenige Aktien konzentriert, wie zum Beispiel Apple und Amazon, die im August um fast 20 Prozent beziehungsweise 14 Prozent zulegten. „Dies dürfte zum Teil der Grund dafür sein, warum das kompliziertere Umfeld, das sich aus dem Anstieg der politischen Risiken und Schwankungen der Schwellenländerwährungen ergibt, ignoriert wurde“, sagt Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management S.A., in seinem jüngsten Kommentar.

Kein Einbruch der chinesischen Wirtschaft erwartet

Bald werden die Märkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf die aktuellen Themen richten. Dazu gehören für Melman insbesondere die Entwicklungen in China und den anderen Schwellenländern. Die Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums hält an und die Regierung versucht, diese – durch eine progressive Serie von mehr oder weniger bedeutenden Maßnahmen – einzudämmen. Zwei Faktoren stecken hinter der Verlangsamung des Wachstums der chinesischen Wirtschaft: Zum einen ist sie das Resultat früherer Maßnahmen zur Reduzierung des Kreditwachstums, zum anderen resultiert sie aus den verschlechterten Handelsbeziehungen mit den USA. „Wir erwarten keinen Einbruch der chinesischen Wirtschaft, stattdessen sind wir weiterhin davon überzeugt, dass die Behörden in der Lage sind, ein gutes Wachstumslevel aufrecht zu erhalten. Jedoch können wir die Bedenken der Märkte nicht komplett ausräumen“, sagt Melman.

Argentinien und Türkei bleiben Unruheherde

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