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Erwarten für dieses Jahr viel von Anleihen aus Schwellenländern: Jean-Jacques Durand (l.), Romain Bordenave und Stéphane Mayor | © Edmond de Rothschild AM

Edmond de Rothschild Asset Management

Gute Aussichten für Schwellenländeranleihen

Staats- und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern stehen wieder hoch im Kurs bei Anlegern, die im aktuellen Niedrigzinsumfeld nach Renditen und Diversifikation suchen. Die US-Zentralbank Fed hat weitere Zinsanhebungen ausgesetzt und setzt wieder auf eine expansivere Geldpolitik – und schafft damit gute Voraussetzungen für die Rentenmärkte der Emerging Markets (EM). Auch die wirtschaftlichen Bedingungen sind nach Überzeugung des französischen Asset Managers hervorragend und die Unternehmensbilanzen robust, die Aussichten für die EM-Rentenmärkte in diesem Jahr sind daher vielversprechend.

EM-Staatsanleihen: Auf die Auswahl kommt es an

Der Markt wird immer zugänglicher und schafft dadurch Chancen für Anleger, die sich ausschließlich auf EM-Staatsanleihen konzentrieren. „Nach dem rauen Vorjahr ist das Wertschöpfungspotenzial von EM-Staatsanleihen in diesem Jahr weiterhin intakt, solange Anleger flexibel sind und bei der Auswahl genau hinsehen“, so Jean-Jacques Durand, Head of Emerging Debt Total Return und leitender Fondsmanager des Edmond de Rothschild Fund Emerging Bonds. „Langfristig werden sich strenge Disziplin und eine konträre, opportunistische Strategie auszahlen.“

Chancen in Venezuela und der Türkei

Trotz der politischen Unruhen ist Durand weiterhin von Venezuela überzeugt. „Die langfristige Wertaufholung dürfte deutlich über den aktuellen Anleihekursen liegen.“ Das Land befindet sich im Wandel und hat die größten Ölreserven der Welt. Rohöl macht 95 Prozent der venezolanischen Exporte aus. Die nächste Regierung muss an den Verhandlungstisch kommen, um die für einen Neustart der Ölindustrie notwendigen Investitionen zu sichern. Jean-Jacques Durand geht davon aus, dass „die Opposition sich der Herausforderungen wohl bewusst ist, die vor dem Land liegen. Juan Guaidó hat die ausstehenden Schulden des Landes vollständig anerkannt und will gemeinsam mit internationalen Kreditgebern einen Restrukturierungsplan ausarbeiten.“

Auch in der Türkei sieht der Fondsmanager Potenzial, insbesondere wegen der günstigen Bewertungen. Der Schuldenstand des Landes ist niedrig, außerdem hat die Regierung das Haushaltsdefizit unter Kontrolle gehalten. „Die politische Situation ist zweifellos noch immer schwierig. Wenn ihm jedoch keine andere Wahl bleibt, kann Präsident Erdogan durchaus pragmatisch sein. Anders als Russland kann sich die Türkei keine wirtschaftliche Isolation leisten.“ Weitere bedeutende Positionen sind Argentinien, das sich ebenfalls im Übergang befindet, und die Ukraine.

Hartwährungsanleihen bevorzugt

Das Portfoliomanagement-Team investiert vor allem am Markt für Anleihen in Hartwährung staatlicher oder staatsnaher Emittenten, der sich durch hohe Diversifikation auszeichnet. Die Fondsmanager verweisen darauf, dass dieser Markt seit 1991 noch niemals zwei Verlustjahre in Folge erlitten hat.

Das Team kennt die Marktrisiken durch relativ hohe – wenn auch noch immer interessante – Bewertungen in Ländern wie der Türkei, Argentinien oder Venezuela. Um auf Veränderungen reagieren zu können, halten die Fondsmanager daher Barreserven zurück und sichern einzelne Positionen ab.

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