Edmond de Rothschild Asset Management Gute Aussichten für Schwellenländeranleihen

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Auflegung eines neuen Fonds

Edmond de Rothschild Asset Management hat mit dem EdR Fund Emerging Sovereign einen neuen Fonds aufgelegt, um die Kompetenz des Unternehmens an den Rentenmärkten auszuschöpfen. Die Strategie wird von Romain Bordenave, Fondsmanager Emerging Markets Debt, geleitet. Die Anlagephilosophie lehnt sich an die des EdR Fund Emerging Bonds an. Das Team investiert benchmarkunabhängig und kann große Positionen in einzelnen Titeln aufbauen. Dennoch ist die Strategie konservativer ausgerichtet. Um den Fonds vor größeren Wertverlusten zu schützen und Risiken zu begrenzen, sind High Yield-Anleihen mit CCC-Rating aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. „Dank sorgfältiger Risikokontrolle liegt das Risiko-Renditeprofil des Fonds genau zwischen Emerging Market Debt-Indizes und dem EdR Fund Emerging Bonds“, so Bordenave.

Die Emerging Debt Total Return-Strategie, die in den beiden Fonds EdR Fund Emerging Bonds und EdR Fund Emerging Sovereign angewendet wird, wird seit 2011 von Jean-Jacques Durand geleitet. Während Durand Lead Manager des EdR Fund Emerging Bonds ist, managt Bordenave den EdR Fund Emerging Sovereign. Sowohl Durand als auch Bordenave arbeiten seit mehr als sieben Jahren zusammen im Team.

EM-Unternehmensanleihen: Eine Kernposition in jedem Anleiheportfolio

Nach Überzeugung der französischen Fondsgesellschaft führt dank attraktiver Bewertungen für Anleger in einem großen und diversifizierten Fixed Income-Universum kein Weg an Unternehmensanleihen aus Schwellenländern vorbei. Die Konjunktur ist gut, Unternehmen haben hohe Barreserven aufgebaut. Die Ausfallquoten sind entsprechend niedrig. Mit EM-Unternehmensanleihen können Anleger ihr Portfolio gut nach Sektoren, Emittenten, Regionen und Kreditprofilen diversifizieren und in private Unternehmen investieren, die zunächst Anleihen ausgeben, bevor sie über einen Börsengang nachdenken. Das Risiko/Renditeprofil dieses Marktsegments ist außergewöhnlich, die Renditen sind dank hoher Verzinsung im Vergleich zu anderen Segmenten des Rentenmarktes überdurchschnittlich.

Brasilien und die Ukraine übergewichtet

Stéphane Mayor ist Head of Emerging Corporate Debt von Edmond de Rothschild Asset Management und verwaltet den Edmond de Rothschild Fund Emerging Credit. Er investiert einen großen Teil des Anlagevermögens in High Yield-Anleihen in Hartwährung mit Risikoaufschlägen von rund 500 Basispunkten, die interessante Renditen versprechen. Die größte Position des Fonds ist Brasilien. Der Fondsmanager sieht das Land „weiterhin auf einem überzeugenden Wachstumspfad. Die wichtige Rentenreform ist auf den Weg gebracht und sollte sich noch in diesem Jahr auszahlen.“

Eine andere High Conviction-Position des Fonds ist die Ukraine, die sich mit ihren Kreditgebern auf eine Restrukturierung ihrer Schulden geeinigt hat und auf dem Weg der Normalisierung ist. Das Land zeichnet sich aktuell durch eines der besten Risiko-Renditeprofile am Rentenmarkt aus. Der Handel mit argentinischen und türkischen Anleihen war in den letzten Wochen wechselhaft, mit attraktiven Renditen könnten die Märkte jedoch das Interesse der Anleger zurückgewinnen. Weitere große Fondspositionen sind Russland und Nigeria. „Wir konzentrieren uns auf Rohstoffe wie Öl und Gas, aber auch Metalle und Bergbau“, so Stéphane Mayor, der außerdem Finanz- und Konsumtitel nennt.

Risikobegrenzung durch verschiedene Länder und Sektoren

Die Anlagestrategie des Fonds beruht auf benchmarkunabhängigen High Conviction-Positionen. Mayor verbindet Bottom-up- und Top-down-Analyse (Land, Rohstoffe, politisches Umfeld, Sektoren usw.) und wählt die Unternehmen mit den überzeugendsten Risiko-Renditeprofilen aus. Er kommt regelmäßig zu Gesprächen mit den Management Teams der Emittenten zusammen und investiert ausschließlich in Unternehmen, die er gut kennt. „Diversifikation nach Ländern und Sektoren ist im Rahmen der Risikobegrenzung ein wesentlicher Teil des Portfolioaufbaus“, so Mayor.

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