Suche
in FinanzberatungLesedauer: 1 Minute

EdW: Oberverwaltungsgericht lehnt Eilantrag ab

Nero Knapp vom Verband unabhängiger Vermögensverwalter
Nero Knapp vom Verband unabhängiger Vermögensverwalter
Unter anderem hatte der Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV) den Eilantrag beim OVG Berlin-Brandenburg unterstützt. Ziel war es, die Rechtmäßigkeit des 2010 vom EdW bei seinen Mitgliedern erhobenen Sonderbeitrags überprüfen zu lassen. Dieser Antrag wurde nun abgelehnt. „Wie zu erwarten war, schließt sich das Oberverwaltungsgericht dem BGH an und geht davon aus, dass der Entschädigungsfall für die Anleger vorliegt“, äußert sich Nero Knapp, geschäftsführender Verbandsjustiziar des VuV, zu dem Urteil.

Hintergrund ist, dass im Rahmen der Insolvenz der Investmentgesellschaft Phoenix Kapitaldienst die EdW herangezogen wurde, um Anleger zu entschädigen. Das Volumen des EdWs entspricht aber mitnichten den Schadensersatzforderungen der Gläubiger. Um sich mit mehr Geldern auszustatten, hatte die EdW für 2010 und nun auch 2011 einen Sonderbeitrag seiner Mitglieder gefordert, gegen den sich einige wehren.

Im Urteil stellt das OVG die Frage der dauerhaften Funktions- und Leistungsfähigkeit der EdW. Das bestätigt die Einschätzung Knapps: „Das Konstrukt der EdW ist in seiner bisherigen Form dauerhaft nicht tragfähig. Unserer Meinung nach muss es grundlegend restrukturiert werden. Auch im Interesse der Anleger besteht ein dringender politischer Handlungsbedarf.“

Tipps der Redaktion
Foto: Euro, Inflation und Börsenkurse – was Vermögensverwalter von 2012 erwarten
Euro, Inflation und Börsenkurse – was Vermögensverwalter von 2012 erwarten
Foto: Mifid II: „Die Unabhängigkeit der Branche wird verwässert
Mifid II: „Die Unabhängigkeit der Branche wird verwässert“
Foto: Unabhängige Vermögensverwalter: „Der Schwachpunkt liegt häufig im Vertrieb
Unabhängige Vermögensverwalter: „Der Schwachpunkt liegt häufig im Vertrieb“