Baustelle für Wohnhäuser: Eine Immobilie eignet sich nicht für alle Menschen als Teil ihrer Altersvorsorge. Foto: Getty Images

Baustelle für Wohnhäuser: Eine Immobilie eignet sich nicht für alle Menschen als Teil ihrer Altersvorsorge. Foto: Getty Images

Eigenkaptal, Nebenkosten & Co.

Was gegen eine Immobilie als Altersvorsorge spricht

Zum einen sind da die oft recht hohen Eigenkapitalquoten zu nennen. Banken verlangen, wenn sie einen Kredit vergeben, ein gewisses Startkapital beim Hauskäufer. In der Regel sind es mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten, berichtet die Allgemeine Zeitung. Wer die nicht auf dem Konto hat, sollte sich den Kauf gut überlegen.

Was Hauskäufer bei der Finanzierung auch gerne mal vergessen, sind die zum Teil hohen Kaufnebenkosten. Allen voran die Grunderwerbssteuer, aber auch Notarkosten und Gebühren für die Grundbucheintragung fallen hier an. Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen veranschlagt die Kaufnebenkosten auf knapp 10 Prozent. Kostet eine Immobilie also rund 300.000 Euro, müsse man locker nochmal 30.000 Euro an Kaufnebenkosten mit einrechnen.

Hat man ein Haus oder eine Wohnung, muss man diese auch pflegen. Und auch diese Kosten für die Instandhaltung gehen bei der Finanzierungsplanung gerne mal unter. „Eigentümer dürfen an dieser Stelle nicht den Trugschluss ziehen, dass bei ihnen nur Nebenkosten anfallen“, sagt Scherfling gegenüber der Allgemeinen Zeitung.

Eine Immobilie als alleinige Altersvorsorge empfehlen Experten schon aus Risiko-Gesichtspunkten nicht. Hat man nur das Haus und braucht plötzlich Geld, muss man im schlimmsten Fall vielleicht verkaufen ¬– eventuell unter Wert. Auch Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder Scheidung können den Immobilienkäufern einen Strich durch die Rechnung machen. Kann man die Raten nicht zahlen, geht das Haus an die Bank über.

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