Goldbarren der Bundesbank Foto: imago images / Hannelore Förster

Umfrage unter Privatanlegern

Ein Drittel investiert in Gold

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Rund ein Drittel der Privatanleger in Deutschland hält derzeit Gold im Portfolio. Ein weiteres Drittel ist offen für eine Investition. Das zeigt eine Umfrage der Vereinigung World Gold Council.

64 Prozent der Anleger sehen Gold demnach als Absicherung gegen Inflation und Währungsschwankungen. Jeder zweite Investor (47 Prozent), der in den vergangenen zwölf Monaten Gold gekauft hat, wollte Anlagerisiken reduzieren. 57 Prozent vertrauen stärker auf Gold als auf Währungen, 53 Prozent gibt das Edelmetall langfristig ein sicheres Gefühl.

Die Bereitschaft zum Goldkauf ist in Deutschland in allen Altersgruppen vorhanden, teilt das World Gold Council mit. Besonders auffällig ist sie laut der Vereinigung jedoch bei den 18- bis 24-jährigen, von denen 38 Prozent künftig auf jeden Fall in Gold investieren zu wollen. Frauen (38 Prozent) stehen einer Goldanlage insgesamt offener gegenüber als Männer (34 Prozent).

Übersichtliches Anlegen ist ein Bedürfnis, das Anleger in aller Welt teilen. So nennen auch die deutschen Befragten Einfachheit und Sicherheit als Hauptgründe für ihre Entscheidung, in Gold zu investieren. Sie geben ebenfalls an, dass „einfacher Erwerb“ das wichtigste Merkmal bei der Erwägung einer Anlage in Goldmünzen (48 Prozent), Goldbarren (44 Prozent) und goldbesicherte ETCs (39 Prozent) ist.

Diejenigen Anleger, die noch keine Goldanlage besitzen, führen dafür folgende Gründe an: Fehlende Kennrnisse über die Möglichkeiten des Goldkaufs und begrenztes Wissen über Anlageoptionen werden am häufigsten (59 Prozent) als Problem genannt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist mangelndes Vertrauen in die Echtheit und Reinheit von Gold sowie in die Unternehmen, die es verkaufen (44 Prozent). Auch haben vier von zehn Anlegern (43 Prozent) Bedenken bei der Nachhaltigkeit von Gold-Investments.

Louise Street, Analyst beim World Gold Council, kommentiert die Umfrageergebnisse: „Gold hat einen festen Platz in deutschen Portfolios. Seine breite Akzeptanz als Instrument zum Vermögensschutz und zur Absicherung gegen Inflation ist deutschen Anlegern bewusst. Diese Bedeutung wurde in diesem Jahr besonders deutlich. Das unsichere Umfeld im Zuge der Pandemie und die extrem niedrigen Zinsen, die langfristig ein erhöhtes Inflationsrisiko bergen, haben zu einer Rekordnachfrage der Deutschen nach Goldanlageprodukten geführt.“

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