Ein Herz für Fonds: Neuer Pool-Fonds nimmt sich kleiner Vermögensverwalterfonds an
„Wir haben schon 2007 darüber nachgedacht, was mit den vielen neu aufgelegten Dachfonds von Vermögensverwaltern einmal passieren wird“, sagt Sabri Ergin von der Münchner Ergin Finanzberatung. 70 Prozent der Manager dieser Fonds hätten wenig Erfahrung gehabt, viele seien mit den neuen Aufgaben überfordert gewesen. Bislang haben fünf Vermögensverwalter Interesse an einer Adoption gezeigt, Namen kann Ergin noch nicht nennen.
DER FONDS
Mindestens 20 Millionen Euro will der Münchner Vermögensverwalter für jeden seiner beiden Fonds zusammenbekommen, je nach Fondsgröße müssten dafür jeweils etwa zehn Vermögensverwalter einen Adoptionswunsch äußern.
Befreiungsschlag für Einzelkämpfer
Dafür ködert Ergin die Manager damit, dass sie ihre Strategie in den Asset-Allocation-Fonds einbringen können: Sie sitzen im Anlageausschuss, konferieren mindestens einmal monatlich per Telefon und sollen sich zu einem neuen Netzwerk zusammenschließen. „So können sie ihren Kunden gegenüber das Gesicht wahren.“ Wenn sie wollen. Eine Pflicht dazu hat Ergin bewusst nicht eingeführt: „Für einige Einzelkämpfer, die vom Kundenbesuch bis zur Fondsverwaltung alles selbst gemacht haben, kann die Adoption ein Befreiungsschlag sein.“
Für Anleger bedeutet eine solche Verschmelzung, dass sie sich keinen neuen Fonds suchen müssen, dessen Erträge dann abgeltungssteuerpflichtig wären. Es bedeutet aber zudem, sich auf einen neuen Manager für das eigene Vermögen einzustellen. Denn in jedem Fall wird letztlich die Ergin Finanzberatung den Fonds managen.
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