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„Ein kleiner Knick in einem großen Aufwärtstrend“ Axa-IM-Manager über die Folgen des Trump-Siegs für nachhaltige Geldanlagen

Matt Christensen, Global Head of Responsible Investment bei Axa IM
Matt Christensen, Global Head of Responsible Investment bei Axa IM

Donald Trump ist zum nächsten Präsidenten der USA gewählt worden. Soviel ist sicher. Unsicher ist dagegen eine lange Reihe anderer Dinge – denn Unsicherheit ist womöglich das Wort, das in der Öffentlichkeit am häufigsten mit Trumps anstehender Präsidentschaft assoziiert wird.

Das gilt auch für den Bereich der nachhaltigen Geldanlage, nach dem englischen Begriff häufig auch Responsible Investment genannt: Während es recht offensichtlich ist, dass eine Präsidentin Hillary Clinton die Politik von Barack Obama in Bezug auf die Förderung erneuerbarer Energien fortgesetzt hätte, ist die Gewissheit über Trumps Pläne weitaus geringer. Wir wissen nicht, welche Pläne er in Bezug auf die Regulierung verfolgen wird. Was wir wissen, ist lediglich, dass Trump nicht das ist, was wir einen Klimaschützer nennen würden.

„America First“-Haltung

Sein energiepolitischer Plan ist geprägt von einer „America First“-Haltung: Die USA sollen unabhängig von Energieimporten werden, und die Energiepreise sollen sinken. Zugleich hat Trump erklärt, er wolle die Kohleindustrie der USA wiederbeleben und die Förderung erneuerbarer Energien zugunsten fossiler Energieträger zurückfahren. Passend dazu hat Trump auch verdeutlicht, dass der Erhalt von Arbeitsplätzen in energieintensiven Industrien für ihn oberste Priorität hat. Das könnte die Dekarbonisierung der US-amerikanischen Wirtschaft deutlich verzögern.