Marc Faber

Marc Faber

Einbruch um bis zu 40 Prozent

Marc Faber erwartet Aktiencrash in den USA

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Um den künftigen Zustand der weltweiten Wirtschafts- und Finanzmärkte vorherzusagen, braucht Marc Faber nur vor die Tür zu gehen. Die Wirtschaft vor Ort wachse nicht mehr, erklärt der Herausgeber des „Gloom, Boom & Doom Reports“, der derzeit in Asien lebt. Und steht der Wachstumsmotor Asien still, könnte das laut Faber massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sowie auf die globalen Finanzmärkte haben.

Er erwarte eine massive Korrektur bei den US-Aktien, erklärt Faber in einem Interview mit dem Sender CNBC. Als makroökonomische Gründe nennt der Crash-Prophet die Rezession in Asien und in Brasilien sowie das langsame Wirtschaftswachstum in Europa.

Auch ein Blick auf den US-Aktienmarkt selbst bestätige seine Prognose, sagt Faber. So steige die Zahl der US-Aktien, die sich unter der 200-Tage-Linie bewegen. Die 200-Tage-Linie ist eine Chartanalyse-Methode um Trends zu ermitteln und um Kauf- und Verkaufssignale zu erkennen. Auch sei in den letzten Tagen die Anzahl der fallenden Aktien größer als die der steigenden gewesen. Letzten Freitag fielen außerdem laut Faber viele US-Aktien auf ein neues 12-Monats-Tief.

Auf der anderen Seite stehen die hohen Erwartungen der Aktionäre, erklärt Faber. Dass der US-Aktienmarkt überbewertet ist, sagte Faber bereits im September vergangenen Jahres voraus. Nun kommt der Crash, den er damals vorhersagte, anscheinend immer näher. Bei einer anderen Prognose, die er ebenfalls im September 2014 aufgestellt hat, scheint Faber hingegen aus heutiger Sicht komplett falsch gelegen zu haben. Denn der Crash-Prophet empfahl den Aktionären einen Umstieg unter anderem auf Goldminen-Aktien. Diese stürzten jedoch in den vergangenen Tagen massiv ein. Manche Goldförder-Aktien verloren an einem Tag bis zu 15 Prozent ihres Wertes. 

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