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in AltersvorsorgeLesedauer: 7 Minuten

Interview zu Altersvorsorge-Trends „Servicegebühren bringen mehr Ruhe in die Finanzberatung“

Wolfgang Stolz ist seit 2019 als Vertriebsleiter für die heute bundesweit rund 180 Beraterinnen und Berater bei Plansecur zuständig.
Wolfgang Stolz ist seit 2019 als Vertriebsleiter für die heute bundesweit rund 180 Beraterinnen und Berater bei Plansecur zuständig. Er berichtet im Interview, dass Servicegebühren mehr Ruhe in die Finanzberatung bringen – sowohl für Kunden als auch für Vermittler. | Foto: Anna Mutter

DAS INVESTMENT: Die Idee der Aktienrente hat es als soge­nanntes Generationenkapital ins Rentenpaket II der Bundes­regierung geschafft. Für eine Demografie-feste Altersvorsorge müssen die Reformvorschläge der zuständigen Fokusgruppe hingegen noch in Gesetze gegossen werden. Wie beurteilen Sie die bei geförderten Produkten nicht mehr verpflichtend vorgesehenen Garantien und lebenslangen Rentenzahlungen?

Wolfgang Stolz: Es ist zwar noch schwer einzuschätzen, ob das jetzt wirklich so im Gesetzgebungsverfahren durchgezogen wird. Aber es ist mit Sicherheit der richtige Weg, dem demografischen Wandel durch mehr kapitalgedeckte Produkte entgegenzuwirken. Wesentlich ist, dass dabei Wettbewerb zugelassen wird und es keinen staatlich verwalteten Staatsfonds geben soll. Wir begrüßen grundsätzlich mehr Flexibilität bei den Vorsorgeprodukten. Trotzdem betrachten wir in der Beratung immer die individuelle Situation der einzelnen Menschen und halten die Klassiker mitunter für die bessere Alternative.

Auch wenn der Kunde dafür auf Renditechancen verzichten muss?

Stolz: Ja, denn die Finanzplanung soll in erster Linie die Lebensplanung unterstützen. Für manche Kunden ist es beispielsweise sehr beruhigend, bis ans Ende durch eine lebenslange Rente wirtschaftlich versorgt zu sein. Dafür gibt es ja diesen irren Begriff: Langlebigkeitsrisiko. Es ist in diesem Fall unser Auftrag, dieses Sicherheitsbedürfnis des Kunden zu berücksichtigen. Daher haben auch Produkte mit Kapitalverrentung weiterhin ihre Berechtigung. Das beste Produkt ist immer das, das zum Kunden passt. Das lässt sich nicht nur an der Rendite ablesen. Dass der Kunde mit höherem Risiko auch die Chance auf einen höheren Ertrag hätte, ist oft gar nicht so entscheidend.

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