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Aktualisiert am 28.01.2020 - 13:00 Uhrin FinanzberatungLesedauer: 1 Minute

„Eine Sauerei“: Datenskandal beim AWD

Die AWD-Zerntrale
Die AWD-Zerntrale

Es sei „eine Sauerei“, dass Daten von seiner Lebensversicherung und der Lebensversicherung seiner Frau nun öffentlich zugänglich sind, erklärte Christoph Hardmeier aus Greifswald gegenüber NDR. Zusammen mit seiner Frau hat der Norddeutsche zehn Verträge bei dem Finanzdienstleister abgeschlossen – darunter auch zwei Lebensversicherungen. 

Hardmeier ist einer von den 27.000 AWD-Kunden, deren Daten – Namen, Adressen, Geburtstage, Berufsbezeichnungen sowie exakte Angaben über alle Verträge mit Versicherungssummen und Ablaufdaten – dem Finanzdienstleister geklaut wurden. Insgesamt über 60.000 Vertragsangaben mit AWD liegen dem Sender vor; ein Großteil der Verträge läuft noch.

AWD bestätigte, dass es sich um Daten seiner Kunden handelt. Das Unternehmen habe sofort die Staatsanwaltschaft Hannover eingeschaltet und Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Genauere Angaben zu dem Vorfall liegen derzeit noch nicht vor. Ein einzelner lokaler Berater könne kaum Zugriff auf eine solch große Anzahl von Kundenangaben haben, erklärte NDR unter Berufung auf AWD-Insiderkreise. Das sei nur für hochrangige Mitarbeiter möglich gewesen.

Sollte es sich bestätigen, dass die Daten direkt aus der Firma kamen und nicht etwa durch ein Call-Center in Umlauf gebracht wurden, dann sei dieser Fall von besonderer Bedeutung, erklärte Joachim Wahlbrink, der Landesdatenschutzbeauftrage von Niedersachsen.

Nach Angaben des NDR stammen die meisten Kundendaten aus Nordrhein-Westfallen.

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