„Das Team um Frank Hansen sei eines der am besten aufgestellten und erfahrensten für deutsche Nebenwerte“, erklärt Morningstar-Analystin Natalia Wolfstetter in ihrem Report. Hansen, der den Fonds Allianz Nebenwerte Deutschland  (WKN: 848176) von Allianz Global Investors (AGI) seit 2001 verantwortet, verfüge über 28 Jahre Investmenterfahrung. Außerdem werde er von einem gut aufgestellten Team unterstützt und könne auf umfangreiches Research von AGI zurückgreifen. 

Auch das Anlageuniversum des Fonds hat die Analystin überzeugt. Denn Hansen setzt auf deutsche Aktien, die nicht im Dax enthalten sind. Als Benchmark dient der M-Dax-Index. „Dadurch ist der Fonds tendenziell Mid-Cap-lastiger als der Durchschnitt der Kategorie Aktien Deutschland Nebenwerte“, schreibt Wolfstetter.

Wachstumsstarken Qualitätsaktien

Bei der Einzeltitelauswahl setzt Hansen die Fundamentalanalyse ein. Er sucht nach wachstumsstarken Qualitätsaktien. Aufgrund des eng gefassten Anlageuniversums seien seine Auswahlmöglichkeiten jedoch kleiner als in seinen europäischen Mandaten, meint die Morningstar-Expertin. 

„Die langfristige Performance des Fonds kann sich sehen lassen“, so Wolfstetter weiter. Über drei und fünf Jahre blieb der Allianz Nebenwerte Deutschland allerdings leicht hinter seinem Vergleichsindex zurück.

20 Prozent Erfolgsgebühr 

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Kosten. Der Fonds verlangt neben laufenden Kosten auch eine Erfolgsgebühr von „20 Prozent pro Jahr einer jeden vom Fonds erwirtschafteten Rendite über dem Referenzindex M-Dax“. Damit gehört das AGI-Produkt nach Morningstar-Angaben zu den teureren Vertretern seiner Kategorie. 

Trotz dieser kleineren Mängel ist Morningstar der bewährte Investmentansatz und das erfahrene Management-Team weiterhin das Rating „Silber“ wert.