Lesedauer: 2 Minuten

Eingelocht und plötzlich arm: Die Golf-Versicherung schützt davor

Der frischgebackene Masters Sieger Martin Kaymer erzielte erst ein Ass in seiner Karriere. Foto: Getty Images
Der frischgebackene Masters Sieger Martin Kaymer erzielte erst ein Ass in seiner Karriere. Foto: Getty Images
Wenn Golfspieler den Ball direkt vom Abschlag einlochen, ist das ein Grund zum Feiern. Hole-in-Ones sind selten und krönen ein Golferleben. Für sparsame Sportler kann das Hochgefühl aber in Ernüchterung umschlagen: Der Brauch will es, dass solche Kunstschützen den im Clubhaus versammelten Konkurrenten nach dem Ass ein Getränk ausgeben.

Das kann schnell ins Geld gehen, denn Schampus passt besser zum mondänen Sport als Pils. Die Angst vor dem Zahltag können Spieler mit dem Golferschutzbrief des Versicherers Hanse-Merkur bekämpfen. Für 76 Euro im Jahr übernimmt die Police die Rechnung bis zu einer Höhe von 1.000 Euro. Das Risiko Hole-in-One ist allerdings überschaubar. Statistiker schätzen die Wahrscheinlichkeit für einen direkten Treffer auf zwischen 1 zu 12.500 und 1 zu 33.000.

Dem deutschen Topspieler Martin Kaymer ist das vor Kurzem zum ersten Mal in seiner siebenjährigen Profikarriere gelungen. Dass er eine Versicherung dagegen abgeschlossen hatte, gilt als unwahrscheinlich. Der Schutzbrief der Hanse-Merkur hilft aber auch in anderen Golfer-Notlagen. Schläger und sonstige Ausrüstung sind weltweit gegen Diebstahl versichert, und die Versicherung erstattet den Clubbeitrag, wenn Sportler längere Zeit krank sind oder beruflich umziehen müssen.

Das ist keine Pflichtversicherung, glaubt Marc Seymer, Justiziar beim Deutschen Golf Verband (DGV). Wichtiger sei, dass Golfsportler gegen Haftpflichtansprüche geschützt sind. Trifft der kleine, harte Ball in voller Fahrt ein Auto oder Motorrad, bleibt mit Sicherheit eine Delle zurück. Und werden andere Spieler oder Passanten getroffen, drohen Verletzungen. Allerdings schließen einige private Haftpflichtversicherungen dieses Risiko von vornherein aus.

Arag leistet bei Unfällen


Keine Sorgen müssen sich Spieler machen, solange sie auf der Anlage eines Clubs spielen, der Mitglied im DGV ist. Der Verband hat dafür einen Rahmenvertrag mit der Allianz abgeschlossen. Golfer, deren Club beim DGV registriert ist, haben auf allen Golfplätzen Haftpflichtschutz – auch im Ausland. Club- und Vereinsmitglieder sind über die Landessportverbände auch gegen Unfallgefahr versichert, nämlich über die Sportversicherung des Anbieters Arag. Der Schutz sieht Leistungen bei Invalidität und Tod vor und zahlt für Reha-Behandlungen.

Mehr zum Thema
Urteil am LG HamburgMakler haftet bei unzureichendem Versicherungsschutz
KooperationDieses Joint Venture von Axa soll Telemedizin vorantreiben
Veränderte EinstellungspolitikLloyd’s will diverser werden