Einheitlicher Zahlungsraum: Viele Versicherer sind noch nicht bereit

Schuld daran ist anscheinend, dass die kleineren Versicherer dem Projekt keine besonders hohe Dringlichkeit zugeordnet haben. Das zeigt eine Marktbeobachtung von Steria Mummert Consulting.

Der Begriff Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area , SEPA), bezeichnet im Bankwesen das Projekt eines europaweit einheitlichen Zahlungsraums für Transaktionen in Euro. In diesem Zahlungsraum sollen für Kunden keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen erkennbar sein.

Starttermin ist Februar 2014

Offizieller Start der SEPA soll im Februar 2014 sein. „Versicherer, die sich erst 2013 mit SEPA beschäftigen und Anfang 2014 live gehen, sind spät dran. Wegen einer zu erwartenden Jahresendrally sowie Vorlaufzeiten für die Umstellungsinformationen an Kunden ist eine Umsetzung bis spätestens Oktober 2013 notwendig“, sagt Mark Hertting, Versicherungsexperte von Steria Mummert Consulting. „Für diesen Zieltermin müssen die Vorbereitungen bereits jetzt starten.“

Problem: Die notwendigen Vorbereitungen und Vorstudien würden oft von Einzelpersonen neben der normalen Arbeit durchgeführt und seien deshalb selten vollständig. Im engen Zeitplan zur SEPA-Umsetzung bleibe eine Risikobetrachtung zudem oft außen vor.

Vorgehen kurzfristig prüfen

Die Unternehmensberatung empfiehlt, dass Versicherer ihr geplantes Vorgehen kurzfristig auf den Prüfstand stellen. So könnten sie konkretisieren, welcher Handlungsbedarf noch besteht und gelangten zu mehr Planungssicherheit. Die laufenden Planungsrunden könnten so noch für eine angemessene Budgetierung der SEPA-Vorhaben in 2013 genutzt werden.

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