Lesedauer: 1 Minute

Einlagensicherung Bankenverband strikt gegen Vergemeinschaftung

Jürgen Fitschen ist neben seinem Vorstandsamt bei der Deutschen Bank auch BdB-Präsident. Foto: Bundesverband deutscher Banken
Jürgen Fitschen ist neben seinem Vorstandsamt bei der Deutschen Bank auch BdB-Präsident. Foto: Bundesverband deutscher Banken
Der Noch-Vorstandsvorsitzende der größten deutschen Bank kritisiert am Vorschlag von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker insbesondere, dass nur eine der drei Säulen des hiesigen Sektors zahlen soll. Für den Bundesverband deutscher Banken (BdB) stehe klar, nur ein Modell in Frage komme, das für alle Kreditinstitute gleichermaßen Gültigkeit hat.

Der Idee einer gemeinsamen europäischen Einlagensicherung als dritte Säule der Bankenunion stehe der Branchenverband zwar nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. „Doch diese Überlegungen kommen viel zu früh“, so der BdB-Präsident weiter. Bisher seien die nationalen Einlagensicherungssysteme erst bei der Hälfte der 28 EU-Mitgliedsstaaten harmonisiert.

Erst wenn alle Teilnehmerländer auf dem gleichen Niveau angelangt seien und die Harmonisierung gewirkt habe, sei die Zeit reif für den nächsten Schritt. Fitschen betont im Namen der deutschen Institute: „Wir sind nicht bereit, die über viele Jahre angesammelten Mittel unseres Einlagensicherungssystems in anderen Ländern einzusetzen.“ 
Mehr zum Thema
Trotz BundestagsvotumsBrüssel hält an Einlagensicherung fest
Jean-Claude JunckerWas die EU mit deutschen Sparguthaben plant