Einsparpotenzial

Kunden könnten über 1.200 Euro bei Kfz-Policen sparen

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Im Vergleich zum Vorjahr sind laut einer Marktstudie des Instituts für Versicherungswirtschaft die Preise für Kfz-Policen erneut um 5 Prozent gestiegen. Zudem weisen die Tarife erhebliche Preisunterschiede auf. So soll der Unterschied zwischen dem jeweils teuersten und dem günstigsten untersuchten Angebot 1.231 Euro betragen, was einer Differenz von etwa 350 Prozent entspricht. Die geringste Differenz aller 300 analysierten Musterfälle liege aber immer noch bei 307 Euro.

Auch wenn die Prämien in der Stadt meist teurer sind als auf dem Land, so erkennt die Studie Einsparpotenziale in allen Regionen. Die größten Sparmöglichkeiten sollen demnach Kfz-Kunden in Berlin haben. Der Preisunterschied liege dort im Extremfall bei 1.577 Euro. In Wismar hingegen sparen Kunden beim Wechsel vom teuersten zum günstigsten Tarif weniger. Allerdings könnte sich die Ersparnis trotzdem noch auf 1.039 Euro belaufen.

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Die Versicherungstarife unterscheiden sich stark in den Leistungen. So haben günstige Tarife auch einen eher geringen Deckungsumfang. Tarife, die die Kundenanforderungen zu zirka 88 Prozent erfüllen, sind eher teurer. Insgesamt habe jedoch das Angebot an Tarifen mit größerem Deckungsumfang im Jahr 2014 zugenommen. Die verschiedenen Preise der Kfz-Tarife lassen sich zudem auch auf uneinheitliche Risikobewertungen und die individuelle Preispolitik der Versicherer zurückführen.

Die „Marktstudie zur Preissituation im deutschen Kfz-Versicherungsmarkt" beruht auf 50.807 Tarifkalkulationen über 30 Regionen in Deutschland. Die Berechnung der Tarife erfolgte mittels des NAFI-Kalkulators, einem unabhängigen Analyse-Tool zur Ermittlung von Kfz-Versicherungstarifen.

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