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Der Praxisfall Einstiegshilfe in die moderne Geldanlage

Der Fall

Hannah Herbst (39) hat die Nase voll. Seit Jahren sinken die Zinssätze für ihre Spareinlagen, inzwischen liegt alles auf null. Damit gesellt sie sich zu der großen Gruppe deutscher Neuanleger und will sich die Aktienanlage erschließen. Sie ist ledig und hat keine Kinder. Dafür schlummern auf ihren Konten inzwischen rund 40.000 Euro.

Monatlich verdient sie netto etwa 3.000 Euro, wovon sie 500 Euro monatlich sparen möchte. Einfach so, ohne festen Zweck. Das Risiko soll schon vorhanden sein, sich aber insgesamt in einem mittleren Rahmen bewegen. In Verbrauchersendungen hat sie von ETFs gehört, die ganz toll sein sollen ... und fragt jetzt Herrn Dutz danach. Wie könnten die ersten Gehversuche aussehen?

Der Vorschlag

Mit Fällen wie dem von Frau Herbst sehen wir uns seit Jahresanfang nahezu täglich konfrontiert. Ursache dafür ist, dass der seit nunmehr fünf Jahren von den Banken aufgerufene Nullzins noch zähneknirschend akzeptiert wurde, der seit 1. Januar 2021 von vielen Banken erhobene Strafzins aber das Fass zum Überlaufen brachte.

Unter dem Motto: „Ich zahle doch kein Geld dafür, dass die Bank mit meinem Geld Gewinne macht“, fiel die Akzeptanz in den Keller, und Anleger suchen nach neuen Wegen.

Die Strategie der Neuanleger entspricht im Prinzip dem aktuellen Virus-Geschehen: Jeder hat ein paar Informationen aus den Medien, aber niemand hat wirklich eine Zukunftsstrategie.

Die Einstellungen und Ansichten der Interessenten sind völlig inhomogen und gehen von „keine Ahnung und noch nie mit Anlagen beschäftigt“ über „Sorge vor Geldentwertung und Flucht in Sachwerte“ bis zum Modetrend der Kryptowährungen als einzige wahre Quelle der schnellen Vermögensvermehrung.

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