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Zweite Jahreshälfte 2023 Gibt El Niño einen Vorgeschmack auf künftige Klimarisiken?

Der Taifun „Doksuri“ hat jüngst die Philippinen, Taiwan und China mit Extremwetter heimgesucht: Im tropischen Pazifik herrschen erstmals seit 2016 wieder El-Niño-Bedingungen.
Der Taifun „Doksuri“ hat jüngst die Philippinen, Taiwan und China mit Extremwetter heimgesucht: Im tropischen Pazifik herrschen erstmals seit 2016 wieder El-Niño-Bedingungen. | Foto: Imago Images / ZUMA Wire
Albertine Pegrum-Haram

El Niño ist die Bezeichnung für das Auftreten ungewöhnlich warmer Meeresoberflächentemperaturen im Pazifischen Ozean, die zu einer Verschiebung der atmosphärischen Jetstreams führen können, wodurch sich die globalen Wettermuster ändern. Diese Verschiebungen wirken sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich aus. Unter El-Niño-Bedingungen ist beispielsweise im Süden der USA eher mit Regen und Überschwemmungen zu rechnen, während es im Norden der USA und in Kanada trockener und wärmer sein dürfte als sonst. In Indien und Australien wiederum führt El Niño am häufigsten zu unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen, was die Wahrscheinlichkeit von Dürren deutlich erhöht.

El-Niño-Jahre sind mit einer höheren Häufigkeit von Naturkatastrophen verbunden. So haben sich einige der schlimmsten Klimakatastrophen der Welt auf dem Höhepunkt von El-Niño-Zyklen ereignet. So löste der El Niño 2015-2016 (der stärkste Zyklus seit 1950) Wetterextreme aus, die von schweren Dürren in Süd- und Südostasien bis hin zu heftigen Regenfällen in der Pazifikregion reichten. Insgesamt betroffen waren 60 Millionen Menschen. Mehr als 40 Länder auf der ganzen Welt wurden nach Angaben der UN von Überschwemmungen, Dürren, Stürmen, Waldbränden, Frost und Krankheiten heimgesucht.

 

Auswirkungen auf unser Engagement mit Unternehmen

Aus der Perspektive des Engagements veranlasst uns ein bevorstehender El Niño, Unternehmen dahingehend zu bewerten, wie gut sie sich auf die Auswirkungen von unbeständigem und wechselndem Wetter vorbereiten. Die Art und Weise, wie ein Unternehmen mit El Niño umgeht, kann auch ein Indikator dafür sein, wie gut es die Risiken des Klimawandels berücksichtigt und managt, da der Klimawandel in vielen Regionen der Welt schon jetzt zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse führt. Die Tatsache, dass El Niño in bestimmten Regionen größere Auswirkungen hat als in anderen und diese sich mit einer gewissen Vorhersehbarkeit ereignen, macht es einfacher, die allgemeinen Klimaauswirkungen zu verstehen. Der jetzt beginnende El-Niño-Zyklus bietet sich aus unserer Sicht an, um im Gespräch mit Unternehmen das Thema Wetter- und Klimarisiken auf die Agenda zu bringen. 

In den vergangenen Jahren haben wir festgestellt, dass Unternehmen nach und nach die Auswirkungen von El Niño berücksichtigen, insbesondere in Schwellenländern, deren Volkswirtschaften in hohem Maße von der Landwirtschaft abhängig sind. Wir nutzen diese Gelegenheit, um die Unternehmen zu ermutigen, über die El-Niño-Zyklen hinauszudenken und eine transparente Berichterstattung über ihren Umgang mit den zugrundeliegenden und zunehmenden Klimarisiken in Betracht zu ziehen.

Die Herausbildung neuer Berichtsstandards, insbesondere im Hinblick auf das Carbon Disclosure Project (CDP) und die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD), hat bereits zu wichtigen Verbesserungen in der Berichterstattung geführt. Bisher haben sich die meisten Unternehmen jedoch auf die Übergangsrisiken konzentriert, die sich aus der Dekarbonisierung ergeben. Der Fall El Niño erinnert indes zur rechten Zeit daran, wie anfällig einzelne Unternehmen – und auch die Weltwirtschaft insgesamt – für die sich rund um den Erdball rasch verändernden Wettermuster sind.

Den vollständigen Artikel von Columbia Threadneedle Investments lesen Sie hier

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Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.