Elf Jahre Gefängnis für Insider-Betrüger

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Ein Bezirksgericht in New York hat den ehemaligen Hedgefondsmanager Raj Rajaratnam zu elf Jahren Gefängnis wegen Insider-Handels verurteilt. Es ist das härteste Urteil, das bisher für so eine Straftat ausgesprochen wurde. Rajaratnam hatte geheime Informationen aus Unternehmen – sogenannte Insider-Informationen – genutzt, um damit an der Börse Millionengewinne zu machen. Richter Richard Holwell sprach von einem „Angriff auf den freien Markt“.

Die Staatsanwaltschaft hatte sogar 24 Jahre gefordert. Doch Holwell ließ zwei strafmildernde Umstände gelten. Einerseits ist da Rajaratnams schwere Diabetes, weshalb Holwell dem Verurteilten empfahl, seine Strafe in einem staatlichen Krankenhaus in North Carolina abzusitzen.

Andererseits ist da Rajaratnams Persönlichkeit. Der „wirkliche Raj“ sei gütig, entgegenkommend und höflich, erklärte sein Verteidiger und präsentierte über 200 Briefe von Freunden, die das bestätigen sollten. Hinzu kämen diverse gute Taten wie etwa großzügige gemeinnützige Spenden. „Er hat es nicht verdient, im Gefängnis zu sterben“, sagte der Verteidiger und spielte damit auch auf den bekannten Finanzbetrüger Bernard Madoff an, der vor über zwei Jahren zu 150 Jahren Knast verurteilt wurde.

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