Harvard investiert in Nutzwälder- Weltweit. Foto: Getty Images

Harvard investiert in Nutzwälder- Weltweit. Foto: Getty Images

Elite-Uni geht in den Wald

Die reichste Universität der Welt, die Harvard University, ist momentan 32 Milliarden Dollar schwer. Sie besaß einmal 36,9 Milliarden US-Dollar. 10 Milliarden Dollar gingen in der Krise 2008 verloren, 5 Milliarden konnte Harvard wieder zurückgewinnen.

Das Vermögen der Uni verwaltet nun Jane Mendillo seit vier Jahren. Die 53-Jährige erwirtschaftete in den vergangenen Jahren zwar die Hälfte der Verluste aus dem Krisenjahr 2008 wieder zurück. Trotzdem erzielten andere Universitäten deutlich größere Gewinne.

Darum schlägt Mendillo neue Wege ein. Waldflächen machen im Moment 10 Prozent des Harvard Portfolios aus, dieser Prozentsatz werde in Zukunft deutlich steigen, heißt es beim Nachrichtendienst „Bloomberg“.

"Ich will Besitz, auf dem etwas produziert wird, das die Welt benötigt, und bei dem das Angebot nicht beliebig vergrößert werden kann. Nutzwald ist dafür ein perfektes Beispiel”, sagt Mendillo.

Die Idee ist nicht neu, in Amerika erwies sich der Kauf von Nutzwald schon vor einem Jahrzehnt als gewinnbringend. Damals war Mendillo bereits eine Wegbereiterin des Modells.

Jack Lutz, Volkswirt des Forstdienstleisters Forest Research, kommentiert die Maßnahme so: „Harvard geht dorthin, wo niemand sonst hingeht, Sie sind dazu bereit, höhere Risiken als die meisten anderen auf sich zu nehmen.“

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