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Emerging Markets Ende der Korruption in Schwellenländern?

Ein Faktor, der Schwellenländer oft am wirtschaftlichen Fortkommen hindert, ist Korruption. Das sehen mittlerweile auch viele betroffene Regierungen so und haben Anti-Korruptions-Kampagnen eingeleitet. Dies geschehe nicht auf Bitten und Drängen ausländischer Investoren: Erst wenn der Rückhalt in der eigenen Bevölkerung schwindet, fühlten sich Regierungen zum Handeln gedrängt hat, schreibt Shamaila Khan, Portfolio-Managerin bei Alliance Bernstein, in einem Blogbeitrag.

Zwar seien Anti-Korruptions-Maßnahmen für Regierungen immer auch ein zweischneidiges Schwert: Wer gegen Vetternwirtschaft mobil macht, verursache  erst einmal Unruhe. Anleger reagierten auf die dann volatilen Märkte, indem sie ihr Kapital abzögen.

Trotzdem lohne es sich für Regierungen mittel- und langfristig in jedem Fall, gegen Korruption im eigenen Land vorzugehen. Denn mehr Transparenz führe immer auch zu einer verbesserten Unternehmensführung, zu Wirtschaftswachstum und damit letztlich zu steigenden Kursen.

Investoren sollten, so fordert Khan, stark volatile Märkte infolge von Anti-Korruptions-Kampagnen nicht mit Kapitalabzug abstrafen. Vielmehr sollten sie die langfristig positive Entwicklung im Blick behalten.

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