Emerging Markets: Hier wohnt das Wachstum

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Aufseiten der Rendite suchen die Fondsmanager stets nach neuen Anlagemöglichkeiten in den Emerging Markets. Zunehmend scheinen in einer globalisierten Welt aber die Grenzen der regionalen Märkte zu verschwimmen. Die Fondsgesellschaft First State hält in ferner Zukunft gar die Unterscheidung in Schwellenländer und Industrienationen für überflüssig. „Irgendwann wird das den Emerging Markets zugrunde liegende Konzept fragwürdig sein.

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Aus Unternehmenssicht ist die Welt bereits in den vergangenen 20 Jahren stark zusammengewachsen, und sie wird dies weiter tun“, sagt Jonathan Asante, der den First State Global Emerging Markets Leaders Fund (A0BKZD) verwaltet. „Als Manager will ich nicht nur in lokale Champions investieren, sondern auch in global tätige Unternehmen wie Coca-Cola, Nestlé oder Unilever. Die meisten machen bereits über 50 Prozent ihrer Geschäfte in den Schwellenländern und profitieren wie die heimischen Firmen vom rasanten Wirtschaftswachstum.“

Jeder auf seine Art

Es geht also um Freiheitsgrade im Fondsmanagement. Auf einzelne Märkte der Schwellenländer festgelegt zu sein gehört nicht dazu. Jede Investmentgesellschaft definiert Freiheit allerdings anders. Fidelity etwa hat seit 2011 einen Schwellenländerfonds im Rahmen ihrer Fast-Fondspalette im Angebot.

Nick Price, Manager des Fast Emerging Markets Fund, darf global Aktien aus den Emerging Markets ins Portfolio nehmen und darüber hinaus mit bis zu 30 Prozent des Fondsvermögens auf fallende Kurse wetten. Vincent Strauss von der französischen Investmentboutique Comgest, Managerdes Magellan (577954), ist ein weiterer Emerging-Markets-Veteran.

„Der Aufstieg der Schwellenländer verläuft nicht allerorten gerade und stetig. In Indien beispielsweise gibt es derzeit großen Reformbedarf“, so Strauss. Da die nächsten Wahlen erst in 14 Monaten stattfinden, könnten erst dann die nötigen Änderungen von den politischen Entscheidern in Angriff genommen werden.

Wie First-State-Manager Asante legt auch Strauss viel Wert auf die einzelnen Unternehmen. „Wir stehen in regelmäßigem und intensivem Austausch mit dem Management und haben dadurch einen guten Einblick ins Konsum- und Investitionsverhalten.

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