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Emittentenporträt: HSBC Trinkaus

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Das Düsseldorfer Bankhaus emittierte Mitte der 90er Jahre das erste Discountzertifikat. Heute gehört diese Produktgruppe zu den beliebtesten unter den Derivaten. „Dass Discounts zu einer derartigen Erfolgsgeschichte würden, hat mich schon überrascht“, sagt Thomas Zwirner, Leiter der Abteilung „Structured Equity Solutions“ bei der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus. „Ich war mir aber von Anfang an sicher, dass die Struktur des Papiers sinnvoll ist.“
13 Jahre ist es jetzt her, dass der promovierte Diplomkaufmann auf die Idee kam, eine unter professionellen Investoren gängige Anlagestrategie zu kopieren und in einem Papier zu verbriefen: Der Anleger kauft einen Basiswert wie beispielsweise eine Aktie mit einem Rabatt (Discount) auf den aktuellen Börsenkurs. Das bezahlt er, indem er nur zu einer gewissen Obergrenze (Cap) an den Wertsteigerungen des Basiswertes partizipiert. Ist das Zertifikat fällig, bekommt der Anleger den Gegenwert des Basiswertes, maximal aber den Wert dieser Obergrenze ausbezahlt.
Die Idee für das Produkt kam Zwirner im alltäglichen und gleichzeitig seine Risiken und Renditeaussichten kalkulierbar zu machen.“ Als standardisiertes Produkt brachte HSBC Trinkaus das Discountzertifikat am 3. August 1995 zum ersten Mal an die Börse. Im Dezember 2007 teilte die Börse Stuttgart mit, dass sich die Discounter mit einem Marktanteil von 46 Prozent an den zuvor führenden Bonuszertifikaten als umsatzstärkste Gruppe unter den Anlagezertifikaten vorbeigeschoben haben.

Anlagebedürfnisse stillen


Eine eigene Derivate-Abteilung gibt es bei den Düsseldorfern seit sieben Jahren. Heute sorgen 35 Mitarbeiter dafür, dass immer neue Varianten von Bonus- und Discountzertifikaten und Optionsscheinen auf den Markt kommen.
Wie bei der Erfindung des Discountzertifikats liefern vor allem Kunden, und hierbei hauptsächlich professionelle Anleger wie Versicherungen oder Fondsgesellschaften, Impulse für die Ideenfindung. „Bei Derivaten orientieren sich die Entwickler an den Bedürfnissen der institutionellen Anleger“, sagt Zwirner. „Wichtig ist, dass ein Produkt ein Problem löst, das den Anleger beschäftigt. Wir stillen sein Anlagebedürfnis.“ Erst dann gehen die Profi-Produkte quasi in Serienproduktion und werden auch für Privatanleger handelbar gemacht. Da Derivate aber recht komplexe Gebilde sind, deren Strukturen und Merkmale dem Privatanleger mitunter nur schwer zu vermitteln sind, hat die Bank ihren Vertrieb vor Kurzem neu ausgerichtet: Hauptzielkunde für die derivativen Wertpapiere ist jetzt der Berater.
Im vergangenen Jahr haben die Düsseldorfer über 23.000 Derivate emittiert. Am stärksten verkauft HSBC Trinkaus zurzeit Zertifikate mit Multi-Bonus-Strukturen, also Papiere, die sich auf mehrere einzelne Basiswerte beziehen.


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