Endgültiges Aus für das ewige Widerrufsrecht: Immobilienkreditrichtlinie passiert Bundestag

Endgültiges Aus für das ewige Widerrufsrecht

Immobilienkreditrichtlinie passiert Bundestag

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Am 21. März tritt die neue Immobilienkreditrichtlinie (WIKR) in Kraft. Mit ihr setzt der Bundestag eine EU-Verordnung um. Neben dem Widerrufsrecht von Hypothekenverträgen beinhaltet die WIKR auch schärfere Vorgaben für Finanzierer bei der Kreditvergabe sowie zur Qualifikation.

Gerade die Verkürzung des Widerrufsrechts bei Darlehensverträgen war und ist umstritten. Dieses erlischt künftig nach einem Jahr und 14 Tagen automatisch. Das betrifft vor allem Besitzer von alten Kreditverträgen. Bislang konnten sie diese zeitlich unbegrenzt rückgängig machen, wenn sie vom Finanzierer unzulänglich belehrt wurden. Voraussichtlich am 21. Juni ist damit endgültig Schluss. „Drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes endet dieses Widerrufsrecht“, so der Bundestag.

Für Finanzierer birgt die WIKR schärfere Vorgaben bei der Bonitätsprüfung. Es muss wahrscheinlich sein, dass der Kunde die Hypothek bezahlen kann. Seine Kreditwürdigkeit darf nicht mehr nur davon gestützt werden, dass die besicherte Immobilie einen höheren Wert hat, als das Darlehen. Nach der neuen Richtlinie, müssen Kreditvermittler zudem zukünftig neben einem öffentlichen Registereintrag auch einen Sachkundenachweis vorweisen können.

 

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