Endlich Rente – oder auch nicht

Rentner arbeiten nicht des Geldes wegen

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Zu wenig Geld im Rentenalter – das ist nicht der Grund, warum Ruheständler weiterarbeiten wollen. Das hat eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) herausgefunden.

Wie kommt das DIA darauf? Die Studie sagt: „Personen mit einer sehr geringen Rente, die von Altersarmut am ehesten betroffen sind, engagieren sich nicht stärker am Arbeitsmarkt als Menschen mit einem höheren Renteneinkommen.“ So verteilten sich im Jahr 2012 die erwerbstätigen Rentner nahezu gleich auf alle Einkommensgruppen. Ob ein Rentner arbeiten will oder nicht, hänge demzufolge nicht von der Rentenhöhe ab.

Auffällig: Den größten Anteil unter den arbeitenden Ruheständlern stellen Rentner mit einem Vermögen über 250.000 Euro. Menschen ohne Vermögen hingegen, bilden die größte Gruppe der Nicht-Erwerbstätigen über 65-Jährigen.

Welche Rentner arbeiten weiter? Die Studie: „Das sind vor allem Männer, Westdeutsche und Personen mit einer früheren Teilzeitanstellung.“

Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen neben der Rente arbeiten, sei niedriger als bei Männern, erklären die Studienautoren weiter. Auch in Ostdeutschland komme das seltener vor. Die Tendenz, im Ruhestand weiterhin erwerbstätig zu sein, sinke zudem mit dem Alter des Partners. Auch verwitwete Rentner würden eher selten arbeiten.

Generell sei zu sagen: Je mehr Geld ein Rentner habe, desto höher ist seine Wahrscheinlichkeit, auch nach Rentenbeginn noch arbeiten zu wollen. Vollzeitarbeitende Rentner stammen insbesondere aus dem Kreis der Selbständigen und Freiberufler.

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