Stolls Fondsecke Energie- und Agraraktien: Mit Schmierstoff und Getreide gegen die Inflation
Eine passive Alternative finden Anleger im iShares Agribusiness UCITS ETF (ISIN: IE00B6R52143). Er bietet den Zugang zu den größten börsennotierten Unternehmen, die im Landwirtschaftssektor tätig sind. Der ETF, der den S&P Commodity Producers abbildet, umfasst aktuell 73 Positionen. Auf US-Werte entfallen 52 Prozent der Mittel. Der Rest verteilt sich auf kanadische, japanische und europäische Firmen. Im laufenden Jahr hat der ETF bereits um 13 Prozent zugelegt.
Neben den üblichen Verdächtigen des Agrarsektors John Deere, Nutrien und Archer Daniels Midland finden sich mit Bakkafrost und Leroy Seafood auch Unternehmen der fischverarbeitenden Industrie im Portfolio. Bakkafrost ist einer der größten Betriebe mit Sitz auf den Färöer-Inseln. Wesentlicher Geschäftszweig ist der Betrieb von Lachsfarmen inclusive der Verarbeitung und dem Verkauf von Lachs. Im Jahr 2015 war das Unternehmen der weltweit zehntgrößte Lachsproduzent.
Mein Fazit: Die in den letzten Jahren unpopuläre Rohstoffbranche feiert ein fulminantes Comeback und sorgte gerade in der letzten Zeit für überdurchschnittliche Renditen. Zuverlässige Dividenden sind ein weiteres starkes Argument für den Kauf der Papiere. Historisch betrachtet schlugen sich Aktien mit Rohstoffbezug besonders gut im inflationären Umfeld. Privatanleger, denen direkte Wetten auf Rohstoffe moralisch anrüchig erscheinen, können als Aktionäre am möglichen Rohstoffboom weiter teilhaben. Allerdings ist auch die Gefahr von Rückschlägen hoch. Sollte es eine schnelle Einigung im Ukrainekrieg geben, könnte auch der Ölpreis rapide fallen.

