Energiewende nach Bundestagswahl erst mal verschoben

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War direkt nach der Bundestagswahl zunächst unklar, wie es mit der Energiewende weitergeht, scheint diese nun in weite Ferne zu rücken. Wie „Spiegel online“ berichtet, plant die Große Koalition die Energiewende zwar fortzusetzen, aber gemächlicher.

Zunächst wolle die SPD der Union in den Koalitionsverhandlungen entgegenkommen, indem sie eine fortlaufende Befreiung energieintensiver Unternehmen von der Ökostromzulage unterstütze. Auch eine mögliche Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) steht laut „Spiegel online“ zur Debatte, wobei die generelle Einspeisevergütung abgeschafft werden könnte.
Fraglich bleibe noch die Subvention von Kohlekraftwerken. Diese warnten seit Tagen vor winterlichen Stromausfällen in ganz Europa. Experten hingegen würden die Versorgung mit bestehenden Mitteln als gesichert sehen.

Unterm Strich verfüge die SPD über zu wenig bedeutende Umweltpolitiker, die sich für die Energiewende einsetzen würden, so „Spiegel online“. Deshalb hätten sich sogar altgediente SPD-Energiepolitiker eingeschaltet und forderten „ein klares Eintreten für Langfristigkeit, Klima und Umwelt“.

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