Energiewende: Versorgern stehen Kursschwankungen bevor

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Laut der Studie „Nach dem Atomausstieg – Deutsch Versorger auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung“ stehen den Aktien der Energieversorger starke Kursschwankungen bevor. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte untersuchte im Rahmen der Studie die vier deutschen Verbundversorger, 33 Regionalversorger und 17 europäische Verbundversorger.

Ob sich Deutschland in Zukunft zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgen kann, ist unter Experten umstritten. Doch abseits der technischen Ungewissheit ist die wirtschaftliche Auswirkung der Energiewende beachtlich. Während Unternehmen aus dem Erneuerbare-Energien-Bereich Kursgewinne von bis zu 73 Prozent feiern und weiterhin mit Zuwachs rechnen, gaben die Gewinne der Kernkraftbetreiber nach.

Die Aktien der vier Verbundversorger brachen nach der Ankündigung des Atomausstiegs zum Teil innerhalb von drei Tagen um 10 Prozent ein. Auch zukünftig ist mit geringeren Gewinnen zu rechnen, da die Unternehmen ihre ehemals gewinnbringenden Atomkraftwerke abschalten und teuer zurückbauen müssen.

Die Energiewende stellt auch die Regionalversorger vor schwierige Aufgaben, doch sind sie meist nicht direkt von der Kernenergie abhängig und können sich flexibler anpassen.

Die Studie bescheinigt außerdem dem Smart Grid ein großes Marktpotenzial, doch dem stehen hohe Kosten und eine noch nicht ausgereifte Technik gegenüber.

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