Die Vorteile der Betriebsrente werden von vielen Arbeitnehmern ignoriert.

Die Vorteile der Betriebsrente werden von vielen Arbeitnehmern ignoriert.

Entgeltumwandlung in der bAV

Fondsgesellschaften werben für Renaissance der Betriebsrente

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Arbeitnehmer haben grundsätzlich einen Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Das bedeutet: Sofern keine tarifvertraglichen Regelungen entgegenstehen, muss der Arbeitgeber auf Wunsch des Arbeitnehmers einen bestimmten Betrag vom Bruttolohn als Beitrag für eine betriebliche Altersversorgung verwenden.

Bei der sogenannten „Entgeltumwandlung“ überweist der Arbeitgeber einen Sparbeitrag unmittelbar aus dem Bruttolohn des Arbeitnehmers in einen Vorsorgevertrag. „Bis zu einer bestimmten Höhe steuer- und sozialabgabefrei“, erinnert die Aktion „Finanzwissen für alle“ des deutschen Fondsverbands BVI jetzt ihre Leser.

bAV-Verbreitung ist ins Stocken geraten

Denn der Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung besteht bereits seit 13 Jahren. Und seit 2013 können auch geringfügig Beschäftigte mit einem sogenannten 450-Euro-Job Anspruch auf Entgeltumwandlung haben. Aber die bAV-Verbreitung hierzulande ist seit einigen Jahren ins Stocken geraten.

Das wollen die Fondsgesellschaften ändern und verweisen darauf, dass auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld für die Betriebsrente genutzt werden können. „Einkommensteuer- und sozialabgabenpflichtig sind erst die Auszahlungen im Ruhestand, bei einem dann zumeist geringeren Steuersatz.“

Möglich wird die bAV entweder über ein direktes Rentenversprechen des Arbeitgebers („Direktzusage“) oder über externe Durchführungswege wie Unterstützungskassen, Pensionskassen, Direktversicherungen oder Pensionsfonds. Häufig beteiligt sich der Arbeitgeber an der Finanzierung der bAV mit einem Zuschuss.

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