John Seo

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Erdbeben und Wirbelstürme: GAM legt Katastrophenanleihen-Fonds auf

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Mit dem GAM Star Cat Bond (ISIN: IE00B416MD15) bringt die Investmentgesellschaft GAM einen Ucits-Fonds für verbriefte Versicherungsrisiken auf den Markt. Der Fondsmanager John Seo, Mitbegründer und Geschäftsführer von Fermat Capital Management, kauft Katastrophenanleihen, sogenannte Cat Bonds. Bei diesen Papieren handelt es sich um eine Art Wette darauf, dass bestimmte Naturkatastrophen nicht eintreten.

Das funktioniert folgendermaßen: Der Investor zeichnet Anteile. Als Entschädigung hierfür erhält er, sofern keine vorher definierte Naturkatastrophe eintritt, Zinsen sowie eine Prämie, die der Emittent als Ausgleich für die Risikoabsicherung zahlt. Je höher das Risiko, desto höher die Prämie. Tritt die Katastrophe bis zum Ende der Laufzeit der Anleihe nicht ein, erhält der Investor sein Kapital zurück. Tritt das vorher definierte extreme Naturereignis wie zum Beispiel ein Hurrikan oder eine Sturmflut ein, steht dem Emittenten eine Kompensation für die durch die Naturkatastrophe entstandenen Schäden zu. Je nach Schadenhöhe kann der Investor dabei sein Geld ganz oder teilweise verlieren.

Der Vorteil der Cat Bonds für den Anleger liegt zum einen in dem vergleichsweise hohen Zinssatz, zum anderen in der Tatsache, dass diese Anlageklasse so gut wie gar nicht mit traditionellen Anlagen wie Aktien und Anleihen korreliert.

Das Portfolio des GAM Star Cat Bond setzt sich aus 40 bis 50 Katastrophenanleihen zusammen. Dabei beschränkt sich Seo nach eigenen Angaben nur auf verbriefte Versicherungsrisiken, die die Emittenten gegen Naturkatastrophen absichern. „Diese Risiken können eindeutig verstanden und umfassend modelliert werden“, sagt der Manager. Von Menschen versursachte Katastrophen wie beispielsweise Terroranschläge oder Atom-GAUs schließt Seo hingegen aus.

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