Erdöl: Die kraftvollste Fossilie der Welt
zusammenpresste. Unter Temperaturen von etwa 80 bis 150 Grad Celsius entstand daraus im Laufe der Jahrmillionen das Erdöl, wie wir es heute kennen und schätzen.
Das entstandene Öl und Erdgas wanderte in dieser Zeit aus dem Muttergestein empor, bis es unter undurchlässigen Gesteinskuppeln („Sattel“) hängen blieb. Geschätzte 80 Prozent der weltweit vermuteten Reserven liegen unter solchen Satteln.
Für die geschilderte These spricht die Tatsache, dass Erdöl hauptsächlich aus Bestandteilen von Lebewesen besteht: Etwa 83 Prozent sind Kohlenstoff, 11 Prozent Wasserstoff. Ebenfalls enthalten sind Schwefel und Spurenelemente wie Sauerstoff, Stickstoff und Metalle. Je nach Art und Fundort des Öls weichen die Proportionen deutlich voneinander ab. So enthält das schwer verarbeitbare arabische Öl 2,9 Prozent Schwefel. Das leichtere Brent aus der Nordsee kommt nur auf 0,4 Prozent dieses Elements. Hier ist es weniger aufwändig, das Öl zu raffinieren.
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südamerikanischen Ureinwohner nutzten bereits eine frühe Form von Asphalt, um Straßen zu bauen.
Eine völlig neue Dimension erreichte die Ölnachfrage im Jahr 1876. Damals ließ sich Nikolaus August Otto einen Motor patentieren, der erstmals ohne Dampf oder Tiere ein Vehikel antreiben konnte. Nicht zuletzt der Siegeszug des Ottomotors sorgte dafür, dass die Menschheit heute mit allen Mitteln versucht, dem Planeten seine Ölschätze zu entreißen. Auf 84,4 Millionen Barrel (159-Liter-Fässer) schätzt die Internationale Energieagentur (IEA) die tägliche Nachfrage in diesem Jahr. Das entspricht einer täglichen Fördermenge von 13,4 Milliarden Liter und damit gut 4,9 Billionen Litern im Jahr. Damit pumpt die Energiewirtschaft alle zehn Jahre den Bodensee aus Öl leer.
Doch so kann es nicht ewig weitergehen. Lesen Sie hier weiter, was sich hinter der Peak-Oil-Theorie verbirgt. An dieser Stelle sei verraten: Nichts für Benzin-Junkies.
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