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Ölförderung in den USA, Foto: Getty Images

Ölförderung in den USA, Foto: Getty Images

Erdöl gegen Staatshaushalt

USA wollen acht Prozent ihrer strategischen Ölreserven verkaufen

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Die USA wollen sich zwischen 2018 und 2025 von einem Teil ihrer strategischen Rohölreserven trennen und mit dem Erlös den Staatshaushalt stabilisieren. Das sieht eine Einigung zwischen der US-Administration und Vertretern der beiden im Kongress vertreten Parteien vor, die am in Washington verabschiedet wurde und vom Weißen Haus am Montagabend (Ortszeit) veröffentlicht wurde.

Dabei geht es um mehr als acht Prozent der Ölreserven der USA im Gesamtumfang von derzeit 695 Millionen Barrel, die an vier Standorten an der US-Küste des Golfs von Mexiko gehalten werden. Ab 2018 sollen den Angaben auf der Webseite des Weißen Hauses zunächst jährlich 5 Millionen Barrel abgegeben werden und ab 2023 soll die jährliche Quote auf zehn Millionen Barrel steigen. Zum Ende des Zeitraums sollen dann insgesamt 58 Millionen Barrel abgegeben worden sein. Sämtliche Erlöse flössen in den Staatshaushalt.

Es handelt sich erst um das zweite Mal, dass die im Zuge der ersten Ölkrise 1973/74 aufgebauten Ölreserven angegriffen werden. Befürworter führen ins Feld, dass die USA angesichts ihrer stark gewachsenen Inlandsproduktion nicht auf derart hohe Reserven angewiesen sind.

Kritiker fürchten den Missbrauch der Reserven als „Sparschwein“ für den Staatshaushalt, was dessen eigentliche Intention - nämlich die Stabilisierung der US-Energieversorgung in schwierigen Zeiten - gefährden könnte. Überdies komme der Verkauf zu einer Zeit, zu der der Ölpreis sich womöglich noch nicht von seinem Verfall erholt haben werde.

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