Deutschlands Privatanleger sind im europäischen Vergleich kaum vor ausufernd hohen Erfolgsgebühren geschützt. Das geht aus einer aktuellen Studie der Reuters-Tochter Lipper hervor. Demnach gibt es nur bei 7,4 Prozent der deutschen Fonds eine Grenze für die sogenannte Performance Fee. Der europaweite Durchschnitt liegt bei 15,9 Prozent.

Allerdings verfügen viele deutsche Fonds über eine so genannte High Water Mark: Der Fondswert muss einen neuen Rekord erreichen, damit die Erfolgsgebühr fällig wird. Diese Regelung gilt für 83,4 Prozent der deutschen Fonds, deren Manager am Erfolg beteiligt werden. Das sind 2,7 Prozentpunkte mehr als beim Europa-Durchschnitt.

„Anleger sollten sich daher über alle Aspekte der Performance Fee eines Fonds informieren, bevor sie ihn kaufen”, erklärt Ed Moisson, Analysedirektor bei Lipper.