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in VersicherungenLesedauer: 4 Minuten

Umfrage unter Verbrauchern Kassenpatienten sorgen sich um Zuzahlungen beim Zahnarzt

Zahnärztin
Zahnärztin: Eine aktuelle Studie der Ergo gibt einen Überblick über die Einstellung der Verbraucher zu Zahnzusatzversicherungen. | Foto: luzybarua / Pixabay

Ein schönes Lächeln ist vielen Deutschen so einiges wert. Und auch gesunde Zähne sind für das eigene Wohlbefinden enorm wichtig. Bei einer Zahnzusatzversicherung achten die Verbraucher hierzulande daher auf ein breites Leistungsspektrum. Das ergibt eine Online-Umfrage rund um das Thema Zähne. Die Meinungsforscher von Yougov befragten im Auftrag des Krankenversicherers Ergo Anfang August mehr als 1.700 gesetzlich Versicherte. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. 

Demnach sind mit 55 Prozent mehr als der Hälfte der Befragten Gesundheit und Aussehen ihrer Zähne sehr wichtig. Und sie tun auch einiges dafür: 65 Prozent der Befragten putzen ihre Zähne zwei- bis dreimal täglich und 46 Prozent gehen regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung. Mit Blick auf Ästhetik sind Füllungen aus Kunststoff oder Zahnersatz in Zahnfarbe 31 Prozent der Befragten wichtig. Sich die Zähne bleachen zu lassen, kommt hingegen nur für 4 Prozent der Menschen in Deutschland infrage. 

Ursula Clara Deschka, Mitglied der Vorstände der ERGO Deutschland AG
Ursula Clara Deschka © ERGO Group AG

Mit 32 Prozent sagt knapp ein Drittel der Befragten, dass sie Angst vor dem Zahnarzt verspüren. 54 Prozent davon fühlen sich beim Gedanken an den Zahnarzt allgemein panisch. Während bei den meisten die befürchteten Schmerzen (73 Prozent) im Mittelpunkt stehen, geht es bei 44 Prozent um die „unerträglichen“ Geräusche. Und knapp ein Drittel (28 Prozent) machen sich Sorgen um die privaten Zuzahlungen beim Zahnarzt. „Diese Sorgen können wir durch den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung komplett nehmen“, so Ursula Clara Deschka, Vorstandsvorsitzende der Ergo Krankenversicherung.

Die physischen Schmerzen hingegen könne man mit einer lokalen Betäubung lindern. Das ist auch die Standardmethode der Schmerzausschaltung, die am bekanntesten ist (89 Prozent). Die Möglichkeit einer vollständigen Narkose kennen 45 Prozent. Unter den alternativen Methoden der Schmerzausschaltung ist vor allem Lachgas (37 Prozent) bekannt, gefolgt von Hypnose (27) und Akupunktur (24). Dass diese alternativen Methoden von einer Zahnzusatzversicherung bezahlt werden, wünschen sich 43 Prozent der Befragten. 

30 % haben Zahnzusatzversicherung abgeschlossen

Da gesetzlich Versicherte Zahnarztrechnungen für Zahnersatz, Kieferorthopädie und Prophylaxe zu einem Großteil selber tragen müssen, haben 30 Prozent der Befragten eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Wer bisher keine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hat, dies aber plant möchte meist die Kosten für Zahnersatz reduzieren (72 Prozent). 46 Prozent möchten eine 100-prozentige Kostenübernahme bei allen Behandlungen und sind auch bereit dafür einen höheren Beitrag zu zahlen.

Unter den Befragten, die noch keine Zahnzusatzversicherung haben und auch zukünftig nicht beabsichtigen, eine solche abzuschließen, spielt die individuelle finanzielle Lage eine maßgebliche Rolle: 53 Prozent geben an, sie hätten kein Geld dafür beziehungsweise sie ist ihnen zu teuer. Und befragt nach den möglichen Leistungen einer Zahnzusatzversicherung betonen 69 Prozent, dass die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung übernommen werden sollten. Bei einer Parodontose-Behandlung sind es 68 Prozent. Die Bezahlung einer sogenannten Fissurenversiegelung zum Schutz der Backenzähne vor Karies erwarten 54 Prozent, 34 Prozent erwarten dies bei Knirscher-Schienen. 

 

Beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist den Befragten Flexibilität wichtig: 46 Prozent befürworten eine monatliche Kündigungsfrist. Der Mehrheit der Befragten wünscht sich dabei die Möglichkeit, ihre Zahnzusatzversicherung zukünftig durch eine Erhöhung ihrer Beiträge um Leistungen erweitern (53 Prozent) beziehungsweise verringern (52) zu können, um Beiträge zu senken.

Auf der Suche nach der geeigneten Zahnzusatzversicherung informieren sich 59 Prozent derjenigen, die wahrscheinlich planen in den nächsten 12 Monaten eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, auf Vergleichsportalen im Internet. 36 Prozent setzen auf die Google-Suche und 34 Prozent auf unabhängige Verbrauchertests wie zum Beispiel Finanztest oder Öko-Test. Und 31 Prozent setzen auf die Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Werbung (21 Prozent) und Medienberichterstattung (15) spielen bei der Informationssuche nach einem geeigneten Produkt oder Anbieter hingegen eine untergeordnete Rolle. 

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