Themen
TopThemen
Fonds
Datentools
Mediathek
Märkte
Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender Finanz-Charts Globale Märkte Krypto-Kurse (in Echtzeit) Währungen (in Echtzeit)
Ein Laden in New York City sucht Mitarbeiter: Noch hinterlässt die Verlangsamung der US-Konjunktur im Arbeitsmarkt keine großen Spuren. Das könnte sich 2020 ändern. | © Getty Images Foto: Getty Images

Erhöhte Marktvolatilität absehbar

Warum 2020 aktives Management entscheidend wird

Der globale Industriesektor in der Krise, dazu lähmende Handelsspannungen und vielerorts zunehmende geopolitische Verwerfungen: Es sieht ganz danach aus, als ob die Volatilität an den Finanzmärkten im Börsenjahr 2020 zunehmen wird. Die Sorge vor einem globalen Konjunkturabschwung konfrontiert viele der weltweit führenden Volkswirtschaften mit finanz- und wirtschaftspolitischen Unsicherheiten.

Im zurückliegenden Jahr haben die großen Zentralbanken mit einer Lockerung ihrer geldpolitischen Zügel darauf reagiert. Anleger hoffen auf die Fortführung dieser Politik, weil sie Risikoanlagen stützt. Andererseits birgt die Fortsetzung die Gefahr, dass Negativzinsen weiter um sich greifen und der Spielraum der Zentralbanken für die Stimulierung der Wirtschaft weiter schwinden.

USA: Mittelfristig robust

Die US-Wirtschaft erweist sich dank der Konsumausgaben, der vorteilhaften Bedingungen am Arbeitsmarkt, des Umschwungs der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) hin zu Zinssenkungen und der zurückgehenden langfristigen Zinssätze als höchst robust. Zu den wichtigsten Themen der US-Politik im Jahresverlauf 2020 gehören die Wahlversprechen zu den Themen Körperschaft- und Einkommensteuer, die Reform des Gesundheitswesens sowie wettbewerbsrechtliche Maßnahmen für den Technologiesektor.

Ein neues Risikoszenario bilden die Konsumausgaben in den USA, die dank eines boomenden Arbeitsmarktes und steigender Löhne eine wichtige Stütze für die Wirtschaft sind. Dennoch besteht im Jahresverlauf die Gefahr, dass das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen in die US-Wirtschaftspolitik neue Risse bekommt, sollten sich die Handelsbeziehungen zwischen Washington und Peking erneut verschlechtern. Unter dem Strich besteht für die US-Wirtschaft jedoch nur eine mäßige Gefahr, 2020 in eine Rezession abzugleiten.

Welthandel, Industrieproduktion, Einkaufsmanager: Indikatoren im Minus
(Auftragseingänge Januar 2015 bis August 2019)

Quellen: CPB Netherlands Bureau for Economic Policy Analysis; Haver Analytics; Markit Economics und Berechnungen des International Monetary Fund, World Economic Outlook, Oktober 2019.

Asien: Schwellenländer im Aufwind

Doch der Kollateralschaden durch die handelspolitischen Probleme, abzulesen an einer im Jahresvergleich merklichen Abnahme der chinesischen Exporte in die USA, greift bereits von den USA auf andere Länder über. So hat die Schwäche des US-Produktionssektors bereits den wesentlich größeren Dienstleistungssektor der Vereinigten Staaten infiziert.

Einen Lichtblick stellen hingegen gleich mehrere Schwellenländer dar. So dürften Vietnam, Taiwan, Südkorea und Mexiko davon profitieren, dass im Zuge der fortdauernden Handelsstreitigkeiten Lieferketten aus China heraus verlagert werden, während etwa die Türkei und Argentinien weiter mit politischen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

nach oben