Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing (links) und sein Finanzvorstand James von Moltke mussten auf der Pressekonferenz am 30. Januar 2020 einen Milliardenverlust erklären. | © imago images / Sepp Spiegl Foto: imago images / Sepp Spiegl

Erholen, überholen, reinholen

Aktie, Markt und Fonds des Monats Januar 2020

Aktie des Monats: Deutsche Bank

Die Anteile von Deutschlands ehemaliger Vorzeigebank sind stark ins neue Jahr gestartet. Zumindest bis Redaktionsschluss lag der Kurs seit Jahresbeginn zweistellig im Plus. Wobei das angesichts der bis dahin jahrelangen Schwäche erst einmal nicht mehr als eine Gegenbewegung ist.

Nun steht die Frage im Raum, ob daraus nicht auch eine Trendwende werden kann. Viel schlimmer kann es kaum noch werden, möchte man zumindest meinen. 2019 fuhr das Geldhaus einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro ein. Das kann wohl selbst die Deutsche Bank kaum noch unterbieten, möchte man meinen.

Irgendwann wieder eine sichere Bank?: Seit Jahresanfang gehört die Aktie der Deutschen Bank zu den stärksten Werten im Dax (Quelle: Morningstar).

Vieles hängt davon ab, wie gut Firmenchef Christian Sewing seine Truppe und vor allem die Kosten auf Vordermann bringt. So berichtete die französische Zeitung „Les Echos“ im Frühjahr 2019, dass die Deutsche Bank 643 Einkommensmillionäre beschäftigt – so viele wie keine andere Bank in Europa. Selbst ein Riesenhaus wie HSBC bringt es auf gerade mal 399 Leute mit Millionen-Brutto. Helfen könnte Sigmar Gabriel, hoffen Aktionäre und die, die es werden könnten. Der ehemalige Außenminister soll Mitglied im Aufsichtsrat werden. Er hat in Berlin einen Stein im Brett, gilt als verhandlungserfahren und könnte bei Gehaltsdiskussionen ebenso wie beim Hickhack um die Boni des Vorstands schlichten.

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