Erneuerbare Energien Agathon startet Biopower Fonds 1

Beispiel einer Biogasanlage: Der Biopower Fonds 1 geht in den Vertrieb | © Getty Images

Beispiel einer Biogasanlage: Der Biopower Fonds 1 geht in den Vertrieb Foto: Getty Images

//

Agathon legt den Biopower Fonds 1 auf. Asset Manager des Fonds ist die im niedersächsischen Vechta ansässige Weltec Biopower. Weltec soll aus bestehenden Biogasanlagen ein Portfolio aufbauen und den professionellen Betrieb der Anlagen gewährleisten.

Prognostizierte IRR-Rendite 9 Prozent jährlich

„Beim Ankauf der Anlagen nutzt das Asset Management die Konsolidierungsphase im Bereich Biogas“, heißt es von Agathon. Der Fonds ist auf maximal 15 Jahre Laufzeit ausgelegt, die prognostizierte IRR-Rendite liegt bei 9 Prozent pro Jahr.

Der geschlossene Spezial-AIF richtet sich an semiprofessionelle und professionelle Anleger. Die Mindestanlagesumme liegt bei 200.000 Euro.

„Derzeit geben viele Banken finanzierte Biogasanlagen aus notleidenden Krediten in die Verwertung und wir können diese teilweise zu einem Preis erwerben, der weit unter dem tatsächlichen Wert liegt“, sagt Agathon-Chef Guido Komatsu. Mit der Übernahme bestehender Anlagen komme der Fonds auch in den Genuss der jeweiligen EEG-Restförderdauer. Dabei kämen gerade bei älteren Anlagen die höheren Einspeisevergütungen und Bonuszahlungen aus der Anfangsphase des EEG zum Tragen.

Zum Anlagekonzept des Fonds gehört nach Unternehmensangaben zudem, dass ein Teil der zu erwerbenden Anlagen für die Produktion von Biomethan ausgerüstet ist beziehungsweise umgerüstet werden soll. „Die Produktion von Biomethan erschließt uns eine weitere Einnahmequelle, sodass wir unabhängiger von der Höhe der jeweiligen Einspeisevergütung sind. Dies dient der Diversifikation innerhalb des Fonds“, so Komatsu.

Weltec ist mit 1,5 Millionen Euro am Fonds beteiligt. Insgesamt liegt das geplante Kommanditkapital für den Fonds bei 80 bis 100 Millionen Euro.

Das Agio beträgt 3 Prozent. Auf der Ebene des AIF ist eine Finanzierung über Fremdkapital nicht vorgesehen. Knapp 96 Prozent des Kommanditkapitals (exklusive Agio) sollen in den Kauf der Biogasanlagen fließen.

Regelmäßige jährliche Ausschüttungen sind laut Prognoserechnung ab dem Jahr 2020 geplant – beginnend bei 5,4 Prozent im ersten Jahr sollen sie in den Folgejahren auf rund 11 Prozent jährlich ansteigen. Der prognostizierte Gesamtrückfluss einschließlich Verkaufspreis ist auf 229 Prozent beziffert, die Rendite nach IRR-Methode (Internal Rate of Return) auf 9 Prozent jährlich.